Bunte Demonstration mit farbigen Plakaten auf denen Slogans wie "No worker should die for fashon" stehen.
Überlebende der Rana‑Plaza‑Katastrophe nehmen am 10. Jahrestag an einem Protest an dem Ort teil, an dem die eingestürzte Textilfabrik am Stadtrand von Dhaka stand. © Munir Uz Zaman / AFP via Getty Images

Stoppt die Ausbeutung in der Bekleidungsindustrie

Für die Arbeiter*innen Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka ist das Überleben ein täglicher Kampf. Seit Jahren profitieren einige Regierungen und Modemarken von den miserablen Arbeitsbedingungen. Es sind insbesondere Frauen, die unsere Kleidung herstellen. Diese Missstände könnten nicht ignoriert werden, wenn diese Arbeiter*innen das Recht hätten, Mitglied einer Gewerkschaft zu sein.

Worum geht es?

Die Bekleidungsindustrie ist gigantisch: Global setzt der Sektor jährlich 1’000 Milliarden Dollar um und beschäftigt fast 100 Millionen Menschen. Die Mehrheit davon sind Frauen, die massiv unterbezahlt werden und ihr Überleben kaum sichern können. Um ihre Familien zu unterstützen, sind die Arbeiter*innen zahlreichen Missbräuchen ausgesetzt: sexuelle Belästigung, unbezahlte Überstunden, Hungerlöhne, unerreichbare Produktionsziele sind an der Tagesordnung. Auch haben sie nur einen erschwerten oder gar nicht vorhandenen Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Die Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie wollen ihre Arbeitsbedingungen verbessern – doch das können sie nur erreichen, wenn sie sich kollektiv organisieren! Doch die Arbeitgeber*innen und Staaten verhindern, dass Arbeitnehmer*innen sich zusammenschliessen und gemeinsam für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einstehen können. Die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sind jedoch Menschenrechte und eine Voraussetzung, um sich gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zu wehren!

Eine Näherin in einer Fabrik

Unterstützen Sie die Arbeiter*innen!

Unterschreiben Sie unsere Petition und fordern Sie die Regierungen von Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka sowie die betroffenen Modemarken auf, das Recht auf Gewerkschaftsrfreiheit zu respektieren.

Unsere Forderungen

Wir fordern die Regierungen von Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka auf: 

  • das Recht auf friedliche Vereinigungsfreiheit und auf menschenwürdige Arbeit für die Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie zu garantieren.

Wir fordern die betroffenen Marken auf: 

  • die Rechte der Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie wirksam zu schützen;
  • sicherzustellen, dass sie am Arbeitsplatz keinen Übergriffen und keiner Gewalt ausgesetzt sind;
  • ihr Recht zu garantieren, unabhängige Gewerkschaften zu gründen; 
  • Diskriminierung zu beenden, insbesondere gegenüber Frauen.
Näherinnen in einer riesigen Fabrikhalle vor ihren Nähmaschinen und Stoffbergen.

Amnesty deckt auf

Zwei Berichte von Amnesty International vom November 2025 beleuchten das Bündnis zwischen den Modemarken, den Fabriken und den Regierungen, das die Unterdrückung von Gewerkschaften und die Verweigerung grundlegender Arbeitsrechte ermöglicht.

Aktiv werden

Sie können die Näher*innen in Südasien unterstützen indem 

Sie möchten sich noch stärker für die Rechte der Arbeiter*innen in der Bekleidungsindustrie engagieren? Wir haben viele weitere Aktionsideen. Schreiben Sie uns! 

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