RESIST ist unsere Antwort auf die autoritäre Wende. Es ist ein Aufruf zum Widerstand – gegen Unterdrückung, Spaltung und Hass. Wir setzen Solidarität, Mitgefühl und Menschlichkeit dagegen. Denn: Menschlichkeit muss siegen.
Als weltweit grösste Menschenrechtsbewegung lassen wir nicht nach, bis Unrecht ans Licht kommt, bis unschuldige Menschen freikommen und Täter*innen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir setzen uns unermüdlich dafür ein, dass die Rechte aller Menschen geschützt bleiben.
Autoritäre Politik breitet sich weltweit aus: Autoritäre Regierungen und ihre Unterstützer*innen schwächen die Gewaltenteilung, greifen Medien und Universitäten an, schränken die Rechte von Minderheiten ein und unterdrücken die Zivilgesellschaft. Fake News, Hassrede und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verstärken diese Entwicklung.
Autoritarismus bedeutet das Recht des Stärkeren: LGBTI*-Personen, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete und Migrant*innen und auch die Rechte der Frauen sind die ersten, die unter Druck geraten. Ihre Rechte werden sukzessive abgebaut und ihnen wird die Selbstbestimmung abgesprochen. Zudem geraten NGOs, Journalist*innen und Aktivist*innen in die Schusslinie autoritärer Praktiken. Wir setzen uns mit RESIST dafür ein, dass Menschenrechte weltweit geschützt bleiben.
Und in der Schweiz? Auch hier gibt es Warnsignale: Einschränkungen der Versammlungsfreiheit, Angriffe auf Medien, populistische Initiativen gegen die Rechte von Minderheiten oder Forderungen nach Kündigung der Europäischen Menschenrechtskonvention. Der Raum für zivilgesellschaftliches Engagement wird auch in der Schweiz enger. Das Recht auf Protest wird eingeschränkt und die Überwachung etwa durch automatische Gesichtserkennung schleichend ausgeweitet.
Gleichzeitig biedern sich Konzerne, internationale Sport-Verbände und Regierung und Behörden bei autoritären Machthabenden an und stellen Profit über Menschenrechte. Der Backlash gegen die Rechte von LGBTI*, Geflüchtete oder Migrant*innen hat längst auch die Schweiz erfasst. Freiheit und Menschenrechte gilt es auch hier gegen autoritäre Tendenzen zu schützen.
Amnesty International verteidigt seit Jahrzehnten kritischen Stimmen wie Protestierende, Medienschaffende, Oppositionspolitiker*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen gegen repressive Regierungen, etwa in Russland, China oder dem Iran. Heute sind die Zivilgesellschaft und selbst Amnesty-Sektionen in Ländern wie Türkei, Tunesien, Ungarn und den USA bedroht. Wir warnen früh, wenn autoritäre Praktiken in weiteren Ländern um sich greifen und wir verteidigen Gruppen und Menschen, die diskreditiert und verfolgt werden.
Autoritäre Machthabende und ihre Unterstützer*innen – ob Staaten, Unternehmen oder Einzelpersonen – finanzieren gezielt Praktiken, die Menschenrechte untergraben. Wir nehmen Unternehmen ins Visier, die Desinformationsplattformen unterhalten und demaskieren autoritäre Sprache, Lügen und Hassparolen, die Minderheiten, Migrant*innen und Geflüchtete als Sündenböcke für wirtschaftliche und soziale Probleme verantwortlich machen. Wir setzen uns für den Schutz der Privatsphäre und der freien Meinungsbildung gegenüber den Interessen der Big Tech ein und setzen uns gegen Massenüberwachung zur Wehr.
Die wachsende soziale Ungleichheit befördert autoritäre Politik. Deshalb fordern wir Konzernverantwortung, faire Unternehmenssteuern und die Bekämpfung von Steuervermeidung. Amnesty International setzt sich zudem weltweit gegen die Aushöhlung der Gewaltenteilung, die Schwächung unabhängiger Medien, Justiz und Regulierungsbehörden und die Untergrabung des internationalen Systems zum Schutz der Menschenrechte ein.
Eine aktive Zivilgesellschaft ist entscheidend, um Menschenrechte zu schützen. Wir setzen bei Amnesty International auf eine breite Basis von Millionen von Unterstützer*innen und Aktivist*innen und arbeiten mit Partner*innen weltweit zusammen. Wir leisten Widerstand. Für die Menschlichkeit.