Die aktuellen Proteste im Iran brachen am 28. Dezember 2025 aus. Nach jahrzehntelanger Unterdrückung gingen die Menschen erneut auf die Strasse, um einen grundlegenden Wandel zu fordern. Sie treten für ein politisches System ein, das die Menschenrechte und die Menschenwürde achtet. Die iranischen Behörden gingen mit beispielloser und tödlicher Gewalt gegen die Proteste vor. Seit 8. Januar blockieren sie jeglichen Internetzugang, um ihre Verbrechen zu verschleiern. Die Sicherheitskräfte haben rechtswidrige Gewalt sowie Schuss- und andere verbotene Waffen gegen Demonstrant*innen eingesetzt; es kam zu zahlreichen schweren Verletzungen und Massentötungen.
Videos und Augenzeug*innenberichte, die von Amnesty International dokumentiert und geprüft wurden, zeigen, wie Sicherheitskräfte sowohl in den Strassen als auch von den Dächern von Häusern, Moscheen oder Polizeiwachen auf Demonstrant*innen schiessen. Dabei nutzten sie Gewehre und Schrotflinten, die mit Metallkugeln geladen waren und zielten häufig auf die Köpfe und Oberkörper ihrer Opfer. Die von Amnesty International gesammelten Belege zeigen, dass folgende Sicherheitskräfte an der brutalen Niederschlagung der Proteste beteiligt waren: das Korps der Islamischen Revolutionsgarde (Islamic Revolutionary Guard Corps, IRGC), einschliesslich seiner Basidsch-Bataillone, verschiedene Einheiten der iranischen Polizei, bekannt unter der persischen Abkürzung FARAJA, sowie Geheimdienstkräfte in Zivil.
Die Sicherheitskräfte verübten vor allem am 8. und 9. Januar Massaker an Demonstant*innen. Die Zahl der Toten ging allein in diesen beiden Tagen in die Tausende. Nach Recherchen von Amnesty International markiert der Januar 2026 den tödlichsten Zeitraum der Repression durch die Behörden der Islamischen Republik Iran seit Jahrzehnten.
Die Behörden der Islamischen Republik Iran haben bereits im Rahmen früherer Niederschlagungen von Protesten wiederholt Verbrechen unter dem Völkerrecht begangen. Dass sie dabei straffrei ausgingen, hat die jüngsten Gewalteinsätze nur verstärkt. Amnesty International dokumentierte auch bei den Protesten unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ 2022 oder den landesweiten Protesten im November 2019, wie die iranischen Sicherheitskräfte rechtswidrig Gewalt – einschliesslich tödlicher Gewalt – einsetzten, um diese zu unterdrücken.
Die jüngsten Proteste im Iran brachen am 28. Dezember 2025 aus. Sie entzündeten sich zunächst an dem dramatischen Wertverlust der iranischen Währung, der angespannten wirtschaftlichen Lage, dem Missmanagement der Regierung sowie der Verschlechterung der Lebensbedingungen. Die Protestwelle begann mit Ladenschliessungen und Streiks auf dem Grossen Basar in Teheran. Diese Proteste weiteten sich schnell zu landesweiten Massendemonstrationen aus. Empört und wütend angesichts jahrzehntelanger Unterdrückung, strömten die Menschen im ganzen Land auf die Strassen, um grundlegende Änderungen, Freiheit und die Wahrung ihrer Rechte zu fordern. Sie wünschen sich einen grundlegenden Wandel und ein neues Regierungssystem, das die Menschenrechte und die Menschenwürde achtet.
Die Grundversorgung ist im Iran schon lange Zeit schlecht geregelt. Die iranischen Behörden haben es versäumt, die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Bevölkerung zu wahren. Das führte zu immer schlechteren Lebensbedingungen und einer rasant steigenden Inflation.
2025 mussten in weiten Teilen des Landes die Menschen über längere Zeit ohne Strom und Wasser auskommen, Schulen und Geschäfte mussten schliessen. Anstatt das Problem anzugehen, ignorierten die Behörden systematische Versäumnisse. Stattdessen gaben sie der Dürre und einem übermässigen Verbrauch die Schuld. Der Zugang zu essenziellen Dingen, wie Wasser oder Strom, wurde zunehmend eingeschränkt, sodass die Bevölkerung ihre Rechte auf einen angemessenen Lebensstandard und ein Leben in Würde immer weniger wahrnehmen konnte.
Die Behörden unternahmen auch nichts gegen die Umweltzerstörung im Iran, was bestehende Ungleichheiten weiter verschärfte und sich besonders stark auf marginalisierte Gemeinschaften auswirkte. Im Iran gibt es massive Umweltprobleme wie das Verschwinden von Seen, Flüssen und Feuchtgebieten, das Versiegen des Grundwassers, die Abholzung von Wäldern, und Wasserverschmutzung infolge der Einleitung von Abwässern in städtische Wasserquellen. Hinzu kommen Landabsenkungen, schwindende Wasservorräte und eine Verschlechterung der Qualität des Bodens. Ein weiteres grosses Problem ist die Luftverschmutzung, die z. T. durch den gewerblichen Einsatz minderwertiger Brennstoffe verursacht wird und zum Tod Tausender Menschen beitrug.
Auch in Regionen, in denen ethnische Minderheiten wie Kurd*innen oder Belutsch*innen leben, investieren die iranischen Behörden weiterhin zu wenig. Dies führt zu einer noch tieferen Verankerung von Armut und einer weiteren Marginalisierung dieser Gruppen.
Nach den Ladenschliessungen und Streiks auf dem Grossen Basar in Teheran breitete sich die Protestwelle schnell in Städten und Gemeinden im ganzen Land aus. Zu den Provinzen, in denen es Massenproteste gab, die mittels massiver – teils tödlicher – Gewalt niedergeschlagen wurden, gehören Alborz, Kermanshah, Teheran und Razavi Khorosan. Nach Angaben der UN-Untersuchungsmission für den Iran erreichten die Proteste alle 31 Provinzen des Landes.
Nach den Massakern an Tausenden Demonstrierenden durch die Sicherheitskräfte am 8. und 9. Januar wurden Tausende weitere festgenommen. In den Grossstädten wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, während schwer bewaffnete Sicherheitskräfte nachts in den Strssßen patrouillieren. Inmitten des anhaltenden militärischen Vorgehens scheinen keine gross angelegten Massenproteste mehr stattzufinden. Doch die Forderungen der Demonstant*innen, einschliesslich der Forderung nach einem Ende des Systems der Islamischen Republik, bleiben bestehen.
Angesichts der von den iranischen Behörden seit dem 8. Januar verhängten Internetsperre ist es schwierig, aktuelle Informationen aus dem Land zu erhalten.
Hohe iranische Regierungsvertreter bezeichneten die Demonstrierenden als Aufrührer*innen und Verräter*innen und kündigten ein hartes Durchgreifen an. Am 3. Januar 2026 bezeichnete der Oberste Führer Ali Khamenei die Demonstrierenden als „Krawallmacher“, die „in ihre Schranken verwiesen“ werden sollten.
Die Sicherheitskräfte trieben die Demonstrant*innen mit tödlicher Gewalt auseinander. Sie setzten unrechtmässig Gewalt, Schuss- und andere verbotene Waffen ein und führten Massenfestnahmen durch. Unter den Festgenommenen waren auch Kinder im Alter von 14 Jahren. Ausserdem „verschwanden“ viele der Festgenommenen oder landeten in Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt, wodurch sie Gefahr laufen, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden. Um den Informationsfluss zu blockieren und die begangenen Verbrechen zu verschleiern, blockiert der Iran seit dem 8. Januar das Internet.
Trotz der Einschränkungen kann Amnesty International belegen, dass die Sicherheitskräfte während der Internetsperre massenhaft rechtswidrige Tötungen in einem noch nie dagewesenen Ausmass verübten. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren auch weiterhin im ganzen Land und errichten Kontrollpunkte. Die Behörden setzen seit dem 9. Januar bewaffnete Einheiten in den Strassen ein, um die nächtlichen Ausgangssperren durchzusetzen. Sie gaben bekannt, dass jede Person, die nach der Ausgangssperre das Haus verlässt oder sich mit anderen trifft, mit tödlicher Gewalt rechnen muss.
Es gibt eindeutige und gut etablierte Menschenrechtsstandards für die Polizeiarbeit, darunter:
In diesen Standards sind die wichtigsten Grundsätze zu Aspekten wie Rechtmässigkeit, Notwendigkeit, Verhältnismässigkeit, Nichtdiskriminierung, Vorsorge und Rechenschaftspflicht festgelegt. Sie befassen sich mit den Verpflichtungen der Staaten, das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit von Folter und anderer grausamer und unmenschlicher Behandlung sowie das Recht auf friedliche Versammlung zu achten und zu gewährleisten. Ausserdem ist dort klar geregelt, dass der Einsatz von Schusswaffen und anderen ungeeigneten Waffen zur Auflösung von Demonstrationen verboten ist.
Es gibt unbestreitbare, von Amnesty International gesammelte Belege dafür, dass die iranischen Behörden konsequent gegen internationale Menschenrechtsnormen und -standards über den Einsatz von Gewalt und Schusswaffen verstossen und dabei die Menschenrechte eklatant und rücksichtslos missachten.
Aus verifizierten Videos und Berichten von Augenzeug*innen geht hervor, dass die Sicherheitskräfte in der gesamten Provinz Teheran massenhaft rechtswidrige Tötungen begangen haben.
Am 10. Januar tauchten erschütternde Bilder einer behelfsmässigen Leichenhalle auf, die in einem Nebengebäude des staatlichen gerichtsmedizinischen Instituts in Kahrizak, einer Stadt in der Nähe von Teheran, eingerichtet wurde, nachdem die Leichenhalle des Instituts keine weiteren Leichname mehr aufnehmen konnte. Videos zeigten verzweifelte Familien, die versuchten, ihre Angehörigen in den Leichensäcken zu identifizieren. Die Analyse des Beweismaterials durch Amnesty International ergab mindestens 205 Leichensäcke an diesem Ort.
Am nächsten Tag wurde neues Videomaterial entdeckt, das einen Bildschirm im Inneren der Einrichtung zeigt, auf dem Fotos der Verstorbenen zu sehen sind, mit einem sich ändernden Zähler. In dem Video erreicht der Zähler die Zahl 250.
Am 17. Januar sagte Ali Khamenei, der Oberste Religionsführer in einer öffentlichen Rede, dass „Tausende Menschen" getötet worden seien. Seitdem hat der Oberste Rat für Nationale Sicherheit des Iran am 21. Januar eine Erklärung veröffentlicht, nach der während des Aufstands 3.117 Menschen getötet wurden. Am 16. Januar 2026 erklärte die Uno-Sonderberichterstatterin für den Iran, Mai Sato, in einem Medieninterview, dass mindestens 5.000 Menschen getötet worden seien. Sie merkte an, dass die Zahl der Todesopfer laut Informationen aus dem medizinischen Sektorb bei bis zu 20.000 liegen könnte. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre, des Ausmssßes der Massentötungen und der gut dokumentierten Praxis der Behörden der Islamischen Republik Iran, Repressalien gegen Familien von Opfern zu verhängen, die sich zu Wort melden, ist die wahre Zahl der Getöteten wahrscheinlich höher.
Die fortgesetzte Internetsperre hindert die Menschen im Iran daran, mit der Aussenwelt zu kommunizieren. Dies erschwert das Sammeln und Überprüfen von Informationen. Verifizierte Videos und Berichte von Augenzeug*innen, die Amnesty International beschaffen und überprüfen konnte, zeigen, dass die Sicherheitskräfte während der Internetsperre rechtswidrige Tötungen in einem noch nie dagewesenen Ausmass verübten.
Die iranischen Behörden haben seit dem 8. Januar eine Abschaltung des Internets und der Telekommunikation verfügt, um ihre Verbrechen zu verschleiern. Sobald die Internetsperre einsetzte, begannen die Sicherheitskräfte mit Massakern an Demonstant*innen. Die Internetblockade erschwert es Opfern, Journalist*innen und Menschenrechtsorganisationen, ausführliche Interviews zu führen, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und Beweise zu sichern. Staatliche Medien, einschliesslich derjenigen, die mit den Revolutionsgarden und der Justiz verbunden sind, sowie Behördenvertreter*innen wie die Oberste Justizautorität haben weiterhin Zugang zum Internet und verbreiten auf ihren Social-Media-Kanälen Propaganda, die darauf abzielt, die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.
Pauschale Internetsperren wie die im Iran werden manchmal von Staaten genutzt, um Menschenrechtsverletzungen zu vertuschen. Sie stellen auch selbst Menschenrechtsverletzungen dar. Der Zugang zum Internet ist ein grundlegendes Menschenrecht und unverzichtbar, insbesondere in Zeiten von Protesten.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörden der Islamischen Republik zu Internetabschaltungen greifen, um die Kommunikation und den Zugang zu Informationen im Iran massiv einzuschränken. Im November 2019 töteten die Sicherheitskräfte während fünftägiger Proteste rechtswidrig Hunderte von Demonstrierenden und Passant*innen, während die Behörden das Internet im Land fast vollständig blockieren liessen. Internetsperren wurden auch während der Proteste „Frau, Leben, Freiheit“ im Jahr 2022 verhängt, als die Sicherheitskräfte Hunderte Protestierende und Passant*innen rechtswidrig töteten. Der derzeitige Internet-Shutdown ist jedoch der längste, den die iranischen Behörden je verhängt haben.
Nach Berichten staatlicher Medien, die am 16. Januar 2026 veröffentlicht wurden, haben die Behörden im Zusammenhang mit den Protesten Tausende von Menschen festgenommen. Unabhängige Berichte und andere bei Amnesty International eingegangene Informationen zeigen, dass Zehntausende von Menschen, darunter auch Kinder, willkürlich inhaftiert worden sind.
Die Behörden der Islamischen Republik Iran haben in den vergangenen Tagen im ganzen Land zahlreiche Festnahmen vorgenommen und Menschen bei nächtlichen Hausdurchsuchungen, an Kontrollpunkten, an Arbeitsplätzen und in Krankenhäusern festgenommen. Neben Demonstrierenden wurden auch Studierende, Menschenrechtsaktivist*innen, Rechtsanwält*innen, Journalist*innen und Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten festgenommen.
Die Familien der Inhaftierten, Aktivist*innen und Journalist*innen haben Amnesty International mitgeteilt, dass die Behörden sich weigern, Informationen über das Schicksal und den Verbleib der Inhaftierten preiszugeben, was einem Verschwindenlassen gleichkommt und die Gefangenen der erhöhten Gefahr von Folter und anderen Misshandlungen aussetzt.
Informierte Quellen berichten, dass Sicherheitskräfte Gefangene bei der Festnahme und in der Haft gefoltert und anderweitig misshandelt haben, u. a. durch Schläge, sexualisierte Gewalt, Androhung von Hinrichtungen im Schnellverfahren und der absichtlichen Verweigerung von angemessener Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung.
Die Behörden haben zudem Dutzende von „Geständnissen" von Gefangenen über die staatlichen Medien verbreitet.
Amnesty International dokumentiert seit langem, wie Sicherheitskräfte der Islamischen Republik Iran systematisch auf rechtswidrige Gewalt und Massenfestnahmen zurückgreifen, um Proteste niederzuschlagen. Die Recherchen von Amnesty zeigen ein langjähriges Muster an Menschenrechtsverletzungen, ohne dass die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden, auch im Zusammenhang mit den Protesten von Dezember 2017 - Januar 2018, November 2019, Juli 2021, November 2021, Mai 2022 und der „Frau, Leben, Freiheit‘-Proteste im Jahr 2022.
Im September 2022 starb die 22-jährige Jina Mahsa Amini in Gewahrsam. Sie war von der iranischen „Sittenpolizei“ (gasht-e ershad) festgenommen worden, weil sie sich nicht an die iranischen Verschleierungsvorschriften gehalten haben soll. Ihr Tod löste landesweite Proteste aus, die von den iranischen Behörden mit massiven Menschenrechtsverletzungen beantwortet wurden. Dazu gehören rechtswidrige Tötungen, Hinrichtungen, Massenfestnahmen, Folter, einschliesslich Vergewaltigungen von Gefangenen und Schikanen gegenüber den Familien der Opfer, die Wahrheit und Gerechtigkeit forderten.
Auch Jahre später hat es immer noch keine wirksamen, unparteiischen und unabhängigen strafrechtlichen Ermittlungen gegeben, geschweige denn Strafverfolgungen, zu den von den Behörden während der Proteste begangenen Verbrechen, was zu einem bereits tief verwurzelten Klima der Straflosigkeit beiträgt.
Seit den Protesten unter dem Motto „Frau, Leben, Freiheit“ Ende 2022 machen die iranischen Behörden verstärkt von der Todesstrafe Gebrauch, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen und ihre Macht zu festigen. Im Jahr 2025 erreichten die Hinrichtungen im Iran ein Ausmass wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Die Behörden haben mindestens 11 Personen nach grob unfairen Prozessen im Zusammenhang mit dem „Frau, Leben, Freiheit“-Protesten hingerichtet, während mehrere andere weiterhin im Todestrakt sitzen.
Angesichts der derzeitigen Razzien besteht die ernste Sorge, dass die Behörden, um Andersdenkende abzuschrecken, zu Schnellverfahren und willkürlichen Hinrichtungen greifen werden. Am 5. Januar 2026 wies die Oberste Justizautorität die Staatsanwaltschaft an, gegenüber den Demonstrierenden „keine Nachsicht“ zu zeigen und ihre Verfahren zu beschleunigen. Dies lässt die Angst um das Leben der inhaftierten Demonstrant*innen und anderer Dissident*innen im ganzen Land wachsen.
Amnesty International untersucht die Menschenrechtsverletzungen, die von den iranischen Behörden begangen werden. Wir haben Videos und Bilder überprüft und analysiert, die aus offenen Quellen stammen und von Menschen im Iran direkt an die Organisation geschickt wurden. Wir befragen auch Augenzeug*innen und Personen mit direkten Informationen über die Proteste.
Wir setzen uns zudem für ein Ende der Straflosigkeit und des Blutvergiessens im Iran ein, unter anderem, indem wir die UN-Mitgliedstaaten auffordern, die Situation im Iran vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen.
Diese Arbeit ist Teil eines langfristigen Engagements zur Dokumentation und Sammlung von Beweisen, um internationale Wege zur Rechenschaftspflicht iranischer Behördenvertreter*innen zu beschreiten. Seit den landesweiten Protesten von Dezember 2017 bis Januar 2018 haben wir immer wieder Verbrechen gegen das Völkerrecht und andere schwere Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, die von den iranischen Behörden bei der Niederschlagung der Proteste begangen wurden. Unser Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Forderungen der Menschen im Iran nach Wahrheit und Gerechtigkeit zu unterstützen.
Amnesty International fordert die internationale Gemeinschaft nachdrücklich auf, die systematische und anhaltende Straflosigkeit für von den Behörden der Islamischen Republik Iran begangene Verbrechen anzuerkennen und internationale Wege zur Rechenschaftspflicht zu beschreiten, u.a. durch die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen nach dem Grundsatz der universellen Gerichtsbarkeit mit dem Ziel, Haftbefehle für die mutmasslichen Verantwortlichen auszustellen.
Es besteht dringender diplomatischer Handlungsbedarf. Helfen Sie uns, ein Ende des Blutvergiessens zu fordern und Rechenschaft zu verlangen, nicht nur im Zusammenhang mit der laufenden Razzia, sondern auch für alle Verbrechen, die während früherer Proteste begangen wurden.
Unterzeichnen Sie unsere Petition, um die Uno-Mitgliedstaaten aufzufordern, Druck auf die iranischen Behörden auszuüben, um das Blutvergiessen bei den Protesten im Iran sofort zu beenden und die iranischen Behörden zur Verantwortung zu ziehen.