28. Mai 1961: Der britische Anwalt Peter Benenson fordert in «The Observer» die Leserschaft auf, mit Appellschreiben Druck auf die Regierungen zu machen und die Freilassung politischer Gefangener zu fordern. Dieses Datum markiert die Geburtsstunde von Amnesty International.
1964 erhielt die Organisation den Konsultativstatus bei den Vereinten Nationen, was bedeutete, dass sie offiziell ihr Urteil zu Menschenrechtsfragen in der Uno abgeben durfte.
Die erste Amnesty-Gruppe wird in Genf gegründet.
1970 gab es gemeinsam mit der Genfer Gruppe eine Gründungsversammlung der Schweizer Sektion. Danach entstanden immer mehr Gruppen in den verschiedenen Gemeinden.
Die Amnesty-Delegierten beschliessen nach hitzigen Diskussionen, sich künftig für die Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen.
Gemeinsam mit den nordirischen Friedensfrauen Betty Williams und Mairead Corrigan erhält Amnesty den Friedensnobelpreis.
Verabschiedung einer neuen Vision und Mission, die nun das ganze Spektrum an Menschenrechten weltweit
umfassen.
Im Jahr 2002 wird auf langjährigen Druck von Amnesty-Unterstützer*innen endlich der Weg für die Schaffung eines Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) geebnet, um Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression zu untersuchen und zu bestrafen.
Seit 2003 verleiht Amnesty International den undotierten Preis «Botschafter*in des Gewissens». Václav Havel war der erste Preisträger, 2019 ging der Preis an Greta Thunberg und Fridays for Future.
Ab 2012 werden regionale Büros auf den Kontinenten errichtet, um näher am Ort des Geschehens zu sein und Menschenrechtsverletzungen besser untersuchen und dokumentieren zu können.
Nach 20 Jahren Engagement von Aktivist*innen verabschiedet die Uno-Generalversammlung im April 2013 den globalen Waffenhandelsvertrag (Arms Trade Treaty, ATT).
Amnesty wird mittlerweile von 10 Millionen Menschen unterstützt und ist in mehr als 70 Ländern aktiv.