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Setzen Sie sich für die Gemeinschaft der Vikolôngwa Mbútwa ein:
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| Mitmachen bis 14. September 2026 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
Generalstaatsanwalt:
Prosecutor General of the Republic
Pedro Mendes de Carvalho
Rua 17 de Setembro
Cidade Alta
Luanda
Angola
E-Mail: procuradoriageraldarepublica@pgr.ao
Kopien an
Ministry of Justice and Human Rights
Minister: Marcy Cláudio Lopes
E-Mail: geral@minjusdh.gov.ao
Ministry of Territorial Administration
Minister: Daniel Félix Neto
E-Mail: geral@mat.gov.ao
Ministry of Agriculture and Forestry
Minister: Isaac Francisco Maria dos Anjos
E-Mail: gticii@minagrif.gov.ao
President of Angola, Mr. João Lourenço
c/c the Secretary-General of the President, Ms. Sónia Veigas
Secretário-Geral do Presidente da República
Órgãos Auxiliares do Presidente da República
Palácio Presidencial, Rua 17 de Setembro
Cidade Alta – Luanda, Angola
E-Mail: secretariageral@oapr.gov.ao
Botschaft der Republik Angola
Thunstrasse 73
3006 Bern
Fax: 031 351 85 86
E-Mail: embaixada.suicaberna@mirex.gov.ao
Social Media Guide
Possibility to message and tag:
Public Prosecutor
on X/Twitter: @PgrAngola
Ministry of Justice and Human Rights
on Facebook: MINJUSDH / @Minjusd
President of Angola
on X/Twitter: @jlprdeangola
Hashtags:
#Angola #JusticeForVikolongwaMbutwa #StopPoliceViolence #FairTrialRights #LandRights
Suggested Tweets:
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#Angola: On 23 November 2024, seven members of the Vikolôngwa Mbútwa community in Huíla Province, Angola, were detained after a violent police intervention during a land dispute. Two pregnant women were aggressively handcuffed, and one man was reportedly beaten unconscious. #JusticeForVikolongwaMbutwa
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Although five were later released on 25 November 2024, all seven remain charged with various offences, and two of the men spent nearly 13 months in pretrial detention before being released on 16 December 2025. A new date for the reading of the judgment may be set at any time. Authorities must ensure full respect for fair trial rights. #FairTrialRights #Angola
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Angolan authorities must drop any charges not supported by credible and lawfully obtained evidence and promptly investigate the allegations of torture, ill-treatment and unnecessary and excessive use of force against the seven community members.. #StopPoliceViolence #LandRights [Link to UA]
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The case of the Vikolôngwa Mbútwa community is not happening in isolation. Amnesty International has already documented how the diversion of communal grazing land to commercial farmers in southern Angola has harmed pastoralist communities and deepened vulnerability and food insecurity. #LandRights #JusticeForVikolongwaMbutwa Report link
Hintergrund
Es besteht grosse Sorge um sieben Mitglieder der Gemeinschaft der Vikolôngwa Mbútwa in der angolanischen Provinz Huíla, die momentan vor Gericht stehen.
Die Vikolôngwa Mbútwa leben überwiegend von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und traditioneller Viehzucht. Der Zugang zu Land ist existenziell: Felder, Weideflächen und Wasserstellen bilden die Grundlage für Ernährung, Einkommen und kulturelle Kontinuität. Seit 2024 müssen sie ihr Land verteidigen, da ein lokaler Landbesitzer begonnen hatte, dort mit schweren Maschinen Erdarbeiten auszuführen.
Zunächst hatten sie sich an die Verwaltungs- und Provinzbehörden gewandt, um in diesem Landstreit unterstützt zu werden. Eine Antwort blieb jedoch aus. Am 23. November 2024 hörten die Gemeindemitglieder Maschinen auf dem umstrittenen Gelände und glaubten, der örtliche Verwalter sei gekommen, um ihnen die Entscheidung der Behörden mitzuteilen. Stattdessen sahen sie sich Polizist*innen gegenüber, die Tränengas und Gummigeschosse auf sie abfeuerten und sieben Mitglieder der Gemeinschaft schlugen und gewaltsam festnahmen.
Fünf der sieben Festgenommenen wurden zwei Tage später, am 25. November 2024, wieder freigelassen, doch die beiden anderen wurden 13 Monate lang in Untersuchungshaft gehalten. Alle sieben wurden wegen krimineller Vereinigung, schwerer Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Teilnahme an einer Revolte, rechtswidrigem Waffengebrauch, Bedrohung und Störung öffentlicher Dienstleistungen angeklagt. Das Verfahren wurde am 17. Dezember 2025 eröffnet. Im März 2026 sollte es eine Anhörung mit Urteilsverkündung geben, die jedoch verschoben wurde. Das Urteil wird nun jederzeit erwartet.
Amnesty International ist in grosser Sorge, dass die anhaltenden unbegründeten Anschuldigungen und das Versäumnis, gegen die gemeldeten Missstände vorzugehen, die Unsicherheit und Angst innerhalb der Gemeinschaft verstärken und die Rechte und die Lebensgrundlage weiterer Menschen, die mit ähnlichen Landstreitigkeiten konfrontiert sind, gefährden könnten.
Vikolôngwa Mbútwa ist eine ländliche Gemeinde in der Nähe von Chibia in der Provinz Huíla im Süden Angolas. Die Gemeinde betrachtet das umstrittene Land als ihr angestammtes Gemeindeland. Der Konflikt habe begonnen, als ein örtlicher Landbesitzer mit Grabungsarbeiten in dem Gebiet begann. Dabei wurde ein etwa drei Meter breiter und tiefer Graben um das umstrittene Gelände gezogen, der ein zum einen ein Sicherheitsrisiko für Anwohner*innen und Tiere darstellt und zum anderen den Zugang zu Weideland und fruchtbaren Feldern einschränkt. Gemeindemitglieder berichten, dass sie seither nicht mehr in der Lage sind, ihre Tiere zu weiden oder das Land zu betreten, das sie zuvor bewirtschaftet haben, so dass sie gezwungen sind, in kleinen Parzellen um ihre Häuser herum anzubauen. Am 14. August 2024 hatte die Gemeinde den Gemeindeverwalter von Chibia gebeten einzugreifen. Am 23. September 2024 wandten sie sich auch an den Gouverneur von Huíla. Drei Monate nach der ersten Bitte um Unterstützung wurden sieben ihrer Mitglieder festgenommen.
Am 25. Februar 2025 wandten sich mehrere Expert*innen eines Sonderverfahrens des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen mit einem Schreiben an die Regierung Angolas und äusserten Besorgnis über die mutmassliche Gewalt, die willkürliche Inhaftierung und den generellen Umgang mit den Gemeindemitgliedern. Sapalo António Kakandi wurde Berichten zufolge von einem Gummigeschoss in den Unterleib getroffen, Paulo Cambuta Kapaya wurde mit einem Gewehrkolben auf die Stirn geschlagen und Eduardo Mbambi Licino Kessongo wurde in der Haft so lange geschlagen, bis er das Bewusstsein verlor. Eine Woche lang wurde ihm keine Kleidung gegeben. Francisca Tuahuma und Cecília Candumbo Mweyanavi, die zu diesem Zeitpunkt beide schwanger waren, wurden Berichten zufolge im Gewahrsam auf dem Polizeiposten in Quihita erniedrigend behandelt. Rund ein Jahr nach ihrer Festnahme haben die sieben Gemeindemitglieder noch immer keine medizinische Versorgung erhalten und klagen immer noch über anhaltende Schmerzen. Francisca Tuhauma berichtete, dass ihr Baby durch die Gewalt, die ihr in der Schwangerschaft widerfuhr, krank zur Welt kam.
Dieser Fall spiegelt die Bedenken wider, die Amnesty International bereits im Jahr 2021 im englisch-sprachigen Bericht «The End Of Cattle's Paradise» («Das Ende des Rinderparadieses») dokumentiert hat. Darin wird beschrieben, dass in den Provinzen Huíla und Cunene die Gefährdung der lokalen Gemeinschaften durch die Vergabe von Gemeindeweiden an kommerzielle Landwirte verstärkt wurde. Auch in Gambos in der Provinz Huíla gefährdet die Besetzung von fruchtbarerem Land durch kommerzielle Landwirte die Hirtengemeinschaften wirtschaftlich und sozial und vergrössert ihre Ernährungsunsicherheit. Amnesty International warnt auch davor, dass die Vergabe von kommunalem Weideland an die kommerzielle Landwirtschaft die Lebensgrundlage von ländlichen Gemeinden, die bereits von Dürre betroffen sind, bedroht.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 030/26 14.04.2026 AFR 12/0891/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 14. September 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Drop charges against seven community members
On 23 November 2024, seven members of the Vikolôngwa Mbútwa community in Huíla Province, Angola, were arrested and detained following a violent police intervention during a land dispute. Although they have all since been released – albeit two of them after 13 months - they are currently on trial on various charges. Their trial began in December 2025, with the hearing on the final verdict due to be set at any time. Angolan authorities must immediately drop the charges not supported by credible and lawfully obtained evidence and launch an effective and impartial investigation into the seven’s allegations of torture, ill treatment and excessive use of force.
Vikolôngwa Mbútwa is a rural community near Chibia, in Huíla Province, southern Angola, whose members depend on farming and livestock rearing for their livelihood. The community considers the disputed land to be ancestral community land and that the conflict started when a local landowner began excavation work around the area. This excavation involved a ditch approximately three meters wide and deep around the disputed land, creating safety risks for residents and animals and restricting access to grazing land and fertile fields used for cultivation. Community members report that they have since been un-able to graze their animals or access land they previously farmed, forcing them to cultivate only in the yards around their homes. On 14 August 2024, three months before their arrests, the community had requested the intervention of the Municipal Administrator of Chibia. On 23 September 2024, they ap-pealed to the Governor of Huíla and were still awaiting an official response when the police intervened on 23 November 2024.
On 25 February 2025, UN Special Procedures wrote to the Government of Angola regarding the case, raising concerns about the alleged violence, arbitrary detention and treatment of the community members. Sapalo António Kakandi was reportedly struck in the abdomen by a rubber bullet, Paulo Cambuta Kapaya was hit on the forehead with the butt of a gun, and Eduardo Mbambi Licino Kessongo was beaten in custody until he lost consciousness and had no clothes for a week. Francisca Tuahuma and Cecília Candumbo Mweyanavi, both pregnant at the time, were reportedly subjected to degrading treatment at the Quihita police post where they were in custody. Nearly Over a year after their arrests and the seven community members have still not received medical care and continue to complain of persistent pain. Francisca Tuhauma reported that her baby was born ill after the violence she suffered while pregnant.
This case echoes wider concerns already documented by Amnesty International in 2021 in its «The End Of Cattle's Paradise» report, where it found that in Huíla and Cunene provinces, communities’ vulnerability has been intensified by the diversion of communal grazing land to commercial farmers, and that in Gambos, Huíla Province, the occupation of more fertile land by commercial farmers has undermined the economic and social resilience of pastoralist communities and worsened food insecurity. Amnesty International has also warned that the diversion of communal grazing land for commercial farming has eroded the livelihoods of rural communities already affected by drought.
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Please take action before 14 septembre 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.