Wenn Sie persönliche Beziehungen im/zum Zielland einer Urgent Action haben, und/oder wenn Sie eine Reise in dieses Land planen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Teilnahme an einem Appellschreiben zu prüfen und zu überdenken.
Wenn Sie unsicher sind, dann empfehlen wir Ihnen, von einem Appellschreiben zu der entsprechenden Urgent Action abzusehen.
Alternativ können Sie im Brief nur Ihre Initialen und den Wohnort (bzw. die Postleitzahl) angeben.
Leider gibt es viele Gründe, warum eine E-Mail nicht ankommt oder zurückgesendet wird, und wir haben oft keinen direkten Einfluss darauf.
Der Versand per E-Mail ist zwar sehr praktisch, aber Empfänger*innen können ihre Konten auch leicht löschen, blockieren oder die Nachrichten filtern.
Es ist auch möglich, dass die Mailbox von Empfänger*innen aufgrund eines hohen E-Mail-Aufkommens schlicht voll ist. Daher empfiehlt es sich, es einige Tage später erneut zu versuchen.
Um das Risiko zu verringern, dass Ihre E-Mail abgelehnt oder als Spam markiert wird, empfiehlt es sich, die vorbereitete Nachricht etwas anzupassen, zumindest die Betreffzeile zu ändern.
Falls der Versand fehlschlägt: Bei mehreren Adreassat*innen, ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den E-Mail-Adressen durch ein Semikolon (;) oder verwenden Sie nur eine Adresse pro Feld.
Sollte der Versand trotz mehrerer Versuche in den ersten zwei drei Wochen weiterhin fehlschlagen, empfehlen wir Ihnen, nach Möglichkeit und wenn vorhanden eine andere Versandmethode zu verwenden.
Wenn Sie eine Fehlermeldung bekommen:
Falls Sie ein Dokument gesendet haben, versuchen Sie es erneut ohne Dokument und schreiben Sie Ihren Brieftext stattdessen direkt im E-Mail. Es gibt Empfänger*innen, die Botschaften mit Dokumenten nicht akzeptieren.
Oder versuchen Sie es vorab noch mit einem PDF-Dokument. Oft werden Word-Dokumente nicht akzeptiert.
- E-Mails sind schnell. Sie können aber auch schnell gelöscht, blockiert oder weggefiltert werden. Ist am schnellsten geschrieben und vor allem bei Beginn einer Aktion sinnvoll.
- Social Media: Die Sozialen Medien werden zunehmend wichtig auch als Möglichkeit, unsere Appelle zu posten. Der Vorteil beispielsweise gegenüber E-Mail ist, dass es weniger einfach gelöscht werden kann und dass es öffentlich gemacht ist. Der Druck kann dadurch erhöht werden.
Sie finden bei den UAs immer auch Informationen für Aktionsmöglichkeiten in den Social Media. (Unter SOCIAL MEDIA GUIDE) - Briefe sind oft - wenn auch langsamer - der sicherste Weg und das (physisch) sichtbarste Zeichen Ihres Protestes. Allerdings gibt es immer wieder Länder, in denen der Postverkehr (vorübergehend) eingestellt oder nicht sichergstellt ist. Dies ist einer der Gründe, weshalb Sie manchmal auch keine Postadresse in einer UA vorfinden.
- Faxe: Bei uns «im Westen» sind Faxe nicht mehr verbreitet, aber es gibt viele Länder, in denen sie nach wie vor als Kommunikationsweg genutzt werden. Faxe sind auch schnell und «hinterlassen» (in der Regel) ein Blatt Papier.
Die Geräte könne jedoch rasch überlastet sein oder werden ausserhalb von Bürozeiten in anderen Zeitzonen abgestellt. Es lohnt sich daher, zu verschiedenen Tages- bzw. Nachtzeiten zu versuchen, den Fax zu senden. - Sie finden bei jeder UA die Informationen zu den möglichen Versandoptionen.(Unter ADRESSEN)
Wir geben immer alle Kontaktmöglichkeiten an,
- die uns bekannt sind und die wir verifizieren konnten
- die zudem in der jeweiligen Situation sinnvoll und möglich sind.
Soweit uns dies bekannt ist, weisen wir darauf hin, welche Versandart sich in der jeweiligen Situation am besten eignet (= fett hervorgehoben)
Unsere Wordvorlagen (Modellbriefe) sind makrofrei («Alle Makros ohne Benachrichtigung deaktivieren.») und kann somit problemlos verschickt werden, resp. zum Download angeboten werden.
Wie die Sicherheitseinstellungen in Word bei den Nutzer*innen festgelegt sind, liegt in der Verantwortung der benutzenden Person. Darauf haben wir keinen Einfluss. Diese Einstellung muss im privaten Umfeld in jeder Word-Installation vorgenommen werden.
Die Standardeinstellung von Microsoft nach einer Installation ist «Alle Makros mit Benachrichtigung deaktivieren.» Dies ist grundsätzlich auch schon sicher.
Der Versand von Briefen ist in fast alle Ländern möglich. Trotzdem kann der Zustellservice zeitweise eingestellt sein.
Bitte prüfen Sie deshalb vorher (z.B. » auf der Website der Schweizer Post), ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden. Die Tarife lauten generell: Europa: CHF 1,90; übrige Länder: CHF 2,50.
Falls ein Postversand nicht möglich ist (mögliche Gründe siehe unten), bitten wir Sie, für die Zustellung Ihres Appells andere in den Adressen angegebene Kommunikationskanäle zu nutzen wie: E-Mail, Fax, Soziale Medien und/oder senden Sie Ihren Brief per Post via die Botschaft (als c/o) mit der (ausdrücklichen) Bitte um Weiterleitung an die Zielperson.
- Grundsätzlich geben wir bei einer UA auf unserer Website stets alle uns verfügbaren und von den zuständigen Research-Teamsder betroffenen Länder/Zonen verifizierten Adressen/Kontaktdaten an.
- Wenn eine Versandart zu bevorzugen ist bzw. am meisten Chancen hat, dass es klappt, markieren wir dies fett.
- Im Idealfall werden bei einer UA so alle bekannten Kontaktkanäle der Empfänger*in mit Appellschreiben gefüllt (Briefkästen, Mailboxen, Faxgeräte, Social Media Kanäle, …).
- Es gibt immer wieder Situationen in Ländern, die zu temporären (kürzeren bis teilweise jahrelangen) Unterbrüchen vom Postversand führen. Dabei ist es so, dass einerseits die Post hier den Versand in gewisse Länder (temporär) aussetzt oder einstellt, wie es auch sein kann, dass im Land selber der Postdienst zum Erliegen kam oder nur sehr unzuverlässig funktioniert. In beiden Fällen suchen unsere Research-Teams nach anderen Versandmöglichkeiten, damit wir trotzdem aktiv sein können.
- Es kann auch vorkommen, dass das Research-Team keine verifizierte und gesicherte Postadresse hat. Dies ist selten, aber es kann doch vorkommen.
- Es gibt immer wieder auch taktische Gründe, weshalb gewisse Kanäle bevorzugt werden. Beispielsweise kann es vom Research-Team taktisch als wichtig eingestuft werden, dass über die Social Media die weltweite Aufmerksamkeit auf eine Situation verstärkt wird.
- Und last but not least: Sie haben immer die Möglichkeit, Ihren Brief per Post über die Botschaft zu schicken. Dabei sollte die Botschaft klar darum gebeten werden, den Brief an die entsprechende Person/Stelle weiter zu leiten. Botschaften sind grundsätzlich verpflichtet, Informationen weiter zu leiten und ihr Herkunftsland zu informieren. Wir können jedoch keine Aussagen darüber machen, wie zuverlässig dies befolgt wird.
Urgent Actions (UAs) sind am wirkungsvollsten, wenn sie nach den Vorgaben geschrieben sind und sämtliche
Forderungen von Amnesty International enthalten.
- Sie sollten kurz, stets höflich und politisch neutral formuliert sein.
- Nutzen Sie die Modellbriefe, welche für sämtliche UAs zur Verfügung stehen.
Falls sie selber einen Appellbrief schreiben möchten:- Halten Sie sich an die vorgegebenen Forderungen von Amnesty International und schreiben Sie nur bis zum
genannten Enddatum einer UA. - Schreiben Sie höflich, aber bestimmt und kurz.
- Stellen Sie die Forderungen nicht in einen politischen Kontext: Menschenrechte gelten unabhängig von
politischen Systemen für alle Menschen. - Schreiben Sie nach Möglichkeit in der Sprache der Adressat*innen bzw. in der vorgeschlagenen Sprache. Heben Sie die Namen der Menschen, für die Sie sich einsetzen, fett hervor. Die schnelle Reaktion und die grosse Anzahl der Briefe macht die Wirkung der Urgent Actions aus, nicht in erster Linie individuelle Formulierungen.
- Eine Kopie Ihres Briefes an die Botschaft in der Schweiz ist wichtig, da er oft schneller ankommt und auch
auf Deutsch/Englisch verstanden wird.
- Halten Sie sich an die vorgegebenen Forderungen von Amnesty International und schreiben Sie nur bis zum
- Für alle UAs finden Sie Modellbriefe (je auf Englisch, Deutsch/Französisch sowie Spanisch bei allen UAs zu
einem spanischsprachigen Land). Diese Briefvorlagen können Sie 1:1 übernehmen.
Wenn Sie möchten, können Sie den Text mit Ihren Worten auch gerne noch anpassen. - Zu vielen UAs gibt es im Verlauf Updates (Further Information - FI): Informationen über den Verlauf einer Situation. Oft geht es in diesen Updates darum, auf eine veränderte Situation mit neuen Forderungen zu
reagieren. Gerne können Sie in dem Fall erneut einen Brief schicken mit den neuen Forderungen.
Ja, denn die Urgent Actions (Briefaktionen) sind eine weltweite Amnesty-Kampagne und es werden dementsprechend weltweit in ganz verschiedenen Sprachen Briefe geschrieben, so dass die Adressat*innen mit Sicherheit auch Briefe in ihrer Sprache erhalten und wissen, was Amnesty fordert und wofür Sie mit Ihrem Brief auch einstehen.
In einem auf Deutsch geschriebenen Brief ist auch wegen der erwähnten Namen der Personen, für die geschrieben wird klar, um was es geht. Heben Sie daher diese Namen sowie wichtige Stichworte oder die Forderungen in Ihrem Brief hervor.
Darüber hinaus erachten wir es sogar auch als sehr nützlich, wenn bei den Empfänger*innen eine grosse Auswahl an Briefen in vielen verschiedenen Sprachen eingehen: Dies zeigt und unterstreicht die weltweite Unterstützung, was dem Anliegen mehr Gewicht gibt.
Sie können Ihre Appellbriefe also getrost in Ihrer Sprache verfassen (oder einen unserer Modellbriefe verwenden).
Jeder Brief zählt … in welcher Sprache auch immer.
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Sie müssen die Botschaft klar darum bitten, dass Ihr Brief an die entsprechende Person/Stelle weitergeleitet werden soll.
Botschaften sind grundsätzlich verpflichtet, Informationen weiter zu leiten und ihr Herkunftsland zu informieren.
Wir können jedoch keine Aussagen darüber machen, wie zuverlässig dies befolgt wird.
So oder so: Bitte senden Sie immer auch eine Kopie von Ihrem Appellbrief an die Botschaft.
Es kann vorkommen, dass Ihre Briefe beantwortet werden. Sie müssen nicht darauf reagieren, aber: Wir sind an diesen Antworten interessiert und leiten diese jeweils an das verantwortliche Research-Team des entsprechenden Landes weiter. Die Kolleg*innen analysieren den Inhalt und entscheiden über das weitere Vorgehen, das allenfalls in einer Further information zum tragen kommt.
Um unseren administrativen Aufwand gering zu halten, bitten wir Sie um Verständnis, dass wir nicht unbedingt auf Ihre Nachricht reagieren werden. Seien Sie versichert, dass wir sie an das zuständige Research-Team weitergeben. Vielen Dank.
Bitte schicken Sie uns eine gescannte (oder fotografierte) Version per E-Mail
Ja, bei allen Urgent Actions finden Sie vorbereitete Modellbriefe in folgenden Sprachen:
- Deutsch und Englisch (auf der DE-Site)
- Französisch und Englisch (auf der FR-Site)
- Spanisch (bei allen UAs zu einem spanischsprachigen Land)
Ja: Von der letzten systematischen Auswertung der UAs weiss man, dass in gut einem Drittel auf die erste Forderung eingegangen wird. Die Situation der Betroffenen verbessert sich dadurch oft in einem wichtigen Aspekt.
Briefe sind zudem ein wichtiges Zeichen der Solidarität nicht nur für die Betroffenen selber, sondern auch für deren Familien und ihr Umfeld.
In der Schweiz dürfen sich Jugendliche − ausser bei Wahlen und Abstimmungen (inkl. Unterschrift bei Initiativen und Referenden) − frei politisch engagieren, also Petitionen unterschreiben, Mails und Briefe schicken, aber auch an Demos gehen, Bewegungen und Parteien beitreten usw.
Unsere Briefaktionen und die Petitionen sind ein zugängliches und inklusives Mittel, um Menschenrechte zu verteidigen. Es können auch Menschen ohne Schweizerpass und Minderjährige unterzeichnen, anders als bei Initiativen und Referenden.
Dementsprechend empfehlen wir ein Engagement für die Urgent Actions ab 16 Jahren.