Die ägyptischen Behörden müssen Marwa Arafa unverzüglich und bedingungslos freilassen und alle Anklagen gegen sie fallen lassen, da sie nur wegen der Ausübung ihrer Menschenrechte inhaftiert ist.
Im Dezember 2024 verwies die Staatsanwaltschaft für Staatssicherheit (SSSP) ihren Fall unter der falschen Anschuldigung, einer terroristischen Organisation beigetreten zu sein und diese finanziell unterstützt zu haben, an das Strafgericht in Kairo. Am 20. April 2020 hatten Sicherheitskräfte Marwa Arafa in ihrer Wohnung in Kairo festgenommen, ohne einen Haftbefehl vorzulegen. Anschliessend wurde sie 14 Tage lang Opfer des Verschwindenlassens. Marwa Arafa wurde vor den Augen ihrer damals zweijährigen Tochter festgenommen, was bei dem Kind ein schweres Trauma auslöste.
Die anhaltende willkürliche Inhaftierung der Menschenrechtsaktivistin Marwa Arafa gibt Anlass zu grosser Sorge. Sie befindet sich seit fast sechs Jahren allein aufgrund der Wahrnehmung ihrer Menschenrechte, darunter der Unterstützung von Angehörigen aus politischen Gründen inhaftierter Personen, in Untersuchungshaft. Am 20. April 2020 durchsuchten Sicherheitskräfte das Haus von Marwa Arafa Im Kairoer Stadtteil Nasr City und nahmen sie vor den Augen ihrer damals zweijährigen Tochter fest. Dies löste bei dem Kind ein schweres Trauma aus, das durch die lange Haftstrafe ihrer Mutter noch verstärkt wird. Die Sicherheitskräfte hielten ihren Haftort 14 Tage lang geheim, was dem Tatbestand des Verschwindenlassens entspricht. Ihre Familie bemühte sich unterdessen verzweifelt um Informationen über ihr Schicksal und ihren Verbleib, unter anderem durch Appelle an den Generalstaatsanwalt und den Innenminister. Am 4. Mai 2020 erschien Marwa Arafa in der Rechtssache Nr. 570 vor der Staatsanwaltschaft für Staatssicherheit (SSSP) und wurde wegen unbegründeter Vorwürfe der «Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Finanzierung des Terrorismus» verhört. Seither wurde die Untersuchungshaft von Marwa Arafa unter Verstoss gegen ägyptisches Recht, das eine Begrenzung der Untersuchungshaft auf zwei Jahre vorsieht, verlängert. Im Dezember 2024 wurde Marwa Arafa zusammen mit 38 weiteren Personen wegen falscher Terrorismusvorwürfe, die auf ihrem friedlichen Aktivismus beruhen, vor Gericht gestellt. Ihre Rechte auf ein faires Gerichtsverfahren wurden verletzt, darunter auch ihr Recht auf eine angemessene Verteidigung. Die Behörden im Gefängnis der Stadt Madinat al-Aschir min Ramadan (10th of Ramadan) verweigern ihr den Zugang zu ihrem Rechtsbeistand. Ihre nächste Anhörung ist für den 15. Februar 2026 anberaumt.
Marwa Arafas Gesundheitszustand hat sich seit ihrer ungerechtfertigten Inhaftierung erheblich verschlechtert. Nach Angaben ihrer Mutter erlitt sie im August 2025 aufgrund einer extremen Hitze und einer schweren Anämie eine Lungenembolie. Sie konnte sich nicht mehr eigenständig bewegen und hatte Atembeschwerden. Trotzdem brachten die Behörden sie nach nur einer Nacht im Gefängniskrankenhaus zurück in ihre Zelle, ohne ihre Diagnose und Behandlung abzuschliessen. Laut einem von der Familie konsultierten unabhängigen Arzt benötigt sie einen Ultraschalluntersuchung des Herzens, die im Gefängniskrankenhaus nicht verfügbar ist. Mehrere Anträge ihrer Familie und ihres Rechtsbeistands, sie in eine geeignete medizinische Einrichtung ausserhalb des Gefängnisses zu verlegen, wurden von der SSSP abgelehnt.
Marwa Arafa ist Übersetzerin und Menschenrechtsverteidigerin. Sie hat Familienangehörige von Personen unterstützt, die aus politischen Gründen inhaftiert waren. Ihre Hilfe umfasste unter anderem die Unterstützung von Angehörigen bei den Kosten für Gefängnisbesuche. Ausserdem setzte sie sich für die Rechte von Kindern ein. Sie wurde vor den Augen ihrer damals zweijährigen Tochter festgenommen, bei der später Autismus diagnostiziert wurde. Durch die unrechtmässige Inhaftierung von Marwa Arafa wird ihrer Tochter die Anwesenheit und Fürsorge ihrer Mutter vorenthalten.
Marwa Arafas erste Verhandlung vor der für Terrorismus zuständigen Kammer des Strafgerichts in Kairo fand am 6. Juli 2025 nach über fünf Jahren willkürlicher Untersuchungshaft statt. Laut der unabhängigen Menschenrechtsorganisation Egyptian Initiative for Personal Rights (EIPR) vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 18. Oktober 2025, damit die Rechtsbeistände die Akte einsehen können. Ihren Rechtsbeiständen war von der Ermittlungsphase bis nach der ersten Gerichtsverhandlung der Zugang zu ihrer Akte verweigert worden. Während der Verhandlung am 18. Oktober 2025 erschien Marwa Arafa sichtlich erschöpft und mit deutlichen Atembeschwerden vor Gericht. Der Vorsitzende Richter vertagte die Verhandlung auf den 20. Dezember 2025, nachdem die Verteidigung beantragt hatte, die Zeug*innen der Anklage zu befragen und ins Kreuzverhör zu nehmen. Am 20. Dezember 2025 befragte das Gericht Zeug*innen der Anklage, bei denen es sich um die an den Ermittlungen in ihrem Fall beteiligten Polizeibeamt*innen handelte. Die Sitzung wurde auf den 15. Februar 2026 vertagt, um die übrigen Zeug*innen der Anklage zu befragen. Amnesty International hat wiederholt Verstösse gegen das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren in Prozessen vor Terrorismusgerichten dokumentiert. Dazu gehören Verstösse gegen das Recht auf eine faire und öffentliche Verhandlung durch ein zuständiges, unparteiisches und unabhängiges Gericht sowie gegen das Recht auf angemessene Verteidigung und Waffengleichheit.
Marwa Arafa war von April 2020 bis zu ihrer Verlegung in das Gefängnis von Madinat al-Aschir min Ramadan im Juli 2023 im Frauengefängnis Al-Qanater inhaftiert. Nach Informationen von Amnesty International weigerte sich das Personal des Gefängnisses Al-Qanater, einzugreifen, als sie von anderen Gefangenen misshandelt wurde, und lehnte wiederholt ihre Anträge ab, gegen eine finanzielle Vergütung in Gefängniswerkstätten zu arbeiten. Seit August 2025 verweigern die Behörden des Gefängnisses Madinat al-Aschir min Ramadan Marwa Arafa ihr Recht auf tägliche Bewegung, was gegen die ägyptischen Gefängnisvorschriften und internationale Standards zur Behandlung von Gefangenen verstösst. Einem von ihrer Familie konsultierten Arzt zufolge ist tägliche Bewegung für sie von entscheidender Bedeutung, um zukünftige Blutgerinnsel und eine weitere Verschlechterung ihres Gesundheitszustands zu verhindern.
Im August 2025 erlitt Marwa Arafa eine Lungenembolie, die durch die Verabreichung von Blutverdünnungsmitteln behoben werden konnte. Nachfolgende Untersuchungen ergaben eine Herzerkrankung, die weitere diagnostische Tests erforderlich macht, um festzustellen, ob sie eine Herzkatheteruntersuchung oder eine medikamentöse Behandlung benötigt. Dies wurde von einem unabhängigen Arzt festgestellt, der von ihrer Familie konsultiert wurde. Die Anträge der Familie, sie zur Durchführung der notwendigen Diagnose und Behandlung in ein externes Krankenhaus zu verlegen, werden von den Gefängnisbehörden weiter abgelehnt.
Nach Amnesty International vorliegenden Informationen hindern die Behörden des Gefängnisses von Madinat al-Aschir min Ramadan Marwa Arafa auch daran, ihr Aufbaustudium fortzusetzen und ihre Prüfungen abzulegen. Seit 2023 hat ihre Familie wiederholt Anträge bei der Staatsanwaltschaft und den Gefängnisbehörden gestellt, um ihr die Teilnahme an den Prüfungen zu ermöglichen. Alle Anträge wurden von den Gefängnisbehörden abgelehnt.
Setzen Sie sich für Marwa Arafa ein: Senden Sie einen Appellbrief → per Postversand, X/Twitter / Facebook oder Fax und posten Sie in den sozialen Medien – an die unter ADRESSEN und SOCIAL MEDIA GUIDE angegebene(n) Zielperson(en) und Kontakte.
→ Frist zum Mitmachen: 6. Juni 2026.
→ Schreiben Sie in Arabisch, Englisch oder in Ihrer eigenen Sprache.
Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt
Ich wende mich heute an Sie, weil ich sehr besorgt darüber bin, dass die Menschenrechtsaktivistin Marwa Arafa nach wie vor willkürlich inhaftiert ist. Sie befindet sich seit fast sechs Jahren allein aufgrund der Wahrnehmung ihrer Menschenrechte, darunter der Unterstützung von Angehörigen aus politischen Gründen inhaftierter Personen, in Untersuchungshaft. Am 20. April 2020 durchsuchten Sicherheitskräfte das Haus von Marwa Arafa Im Kairoer Stadtteil Nasr City und nahmen sie vor den Augen ihrer damals zweijährigen Tochter fest. Dies löste bei dem Kind ein schweres Trauma aus, das durch die lange Haftstrafe ihrer Mutter noch verstärkt wird. Die Sicherheitskräfte hielten ihren Haftort 14 Tage lang geheim, was dem Tatbestand des Verschwindenlassens entspricht. Am 4. Mai 2020 erschien Marwa Arafa in der Rechtssache Nr. 570 vor der Staatsanwaltschaft für Staatssicherheit (SSSP) und wurde wegen unbegründeter Vorwürfe der «Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Finanzierung des Terrorismus» verhört. Seither wurde die Untersuchungshaft von Marwa Arafa unter Verstoss gegen ägyptisches Recht, das eine Begrenzung der Untersuchungshaft auf zwei Jahre vorsieht, verlängert. Im Dezember 2024 wurde Marwa Arafa zusammen mit 38 weiteren Personen wegen falscher Terrorismusvorwürfe, die auf ihrem friedlichen Aktivismus beruhen, vor Gericht gestellt. Ihre Rechte auf ein faires Gerichtsverfahren wurden verletzt, darunter auch ihr Recht auf eine angemessene Verteidigung. Die Behörden im Gefängnis der Stadt Madinat al-Aschir min Ramadan (10th of Ramadan) verweigern ihr den Zugang zu ihrem Rechtsbeistand. Ihre nächste Anhörung ist für den 15. Februar 2026 anberaumt.
Marwa Arafas Gesundheitszustand hat sich seit ihrer ungerechtfertigten Inhaftierung erheblich verschlechtert. Nach Angaben ihrer Mutter erlitt sie im August 2025 aufgrund einer extremen Hitze und einer schweren Anämie eine Lungenembolie. Sie konnte sich nicht mehr eigenständig bewegen und hatte Atembeschwerden. Trotzdem brachten die Behörden sie nach nur einer Nacht im Gefängniskrankenhaus zurück in ihre Zelle, ohne ihre Diagnose und Behandlung abzuschliessen. Laut einem von der Familie konsultierten unabhängigen Arzt benötigt sie einen Ultraschalluntersuchung des Herzens, die im Gefängniskrankenhaus nicht verfügbar ist. Mehrere Anträge ihrer Familie und ihres Rechtsbeistands, sie in eine geeignete medizinische Einrichtung ausserhalb des Gefängnisses zu verlegen, wurden von der SSSP abgelehnt.
Deshalb bitte ich Sie hiermit zu veranlassen, dass Marwa Arafa, die nur aufgrund der Wahrnehmung ihrer Menschenrechte in Haft ist, umgehend und bedingungslos freigelassen wird und alle Anklagen gegen sie fallengelassen werden.
Bis zu ihrer Freilassung muss Marwa Arafa Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung, gegebenenfalls auch in externen Krankenhäusern, sowie zu ihrer Familie und ihren Rechtsbeiständen erhalten. Ihre Haftbedingungen müssen den internationalen Standards für die Behandlung von Gefangenen entsprechen.
Hochachtungsvoll,
Dear Counsellor,
I write to express my grave concern over the prolonged arbitrary detention of human rights activist Marwa Arafa, aged 33, who has been in pre-trial detention for nearly six years solely for exercising her human rights, including providing support for families of individuals detained for political reasons.
On 20 April 2020, security forces raided Marwa Arafa’s house in Nasr City, Cairo, and arrested her in front of her then two-year-old daughter, causing her child significant trauma, compounded by her mother’s prolonged imprisonment. Security forces forcibly disappeared her for 14 days while her family desperately sought information about her fate and whereabouts, including by appealing to the Public Prosecutor and Minister of Interior. On 4 May 2020, she appeared before the SSSP in Case No.570 and was interrogated on unfounded accusations of «joining a terrorist group and financing terrorism». Since then, Marwa Arafa’s pre-trial detention was renewed in contravention to Egyptian law, which sets a two-year limit for pre-trial detention. In December 2024, Marwa Arafa was referred to trial along with 38 others on bogus terrorism-related charges, stemming from her peaceful activism. Her rights to a fair trial have been violated, including her right to adequate defence. Prison authorities in 10th of Ramadan prison are denying her access to her lawyer. Her next hearing is scheduled for 15 February 2026.
Marwa Arafa’s health has gravely deteriorated following her unjust imprisonment. According to her mother, in August 2025, she suffered from a pulmonary embolism due to extreme heat and severe anaemia. She was unable to move independently and was experiencing breathing difficulties. Despite this, authorities returned her to her cell after only one night at the prison hospital, without completing her diagnosis and treatment. According to an independent doctor consulted by the family, she needs a Cardiac Doppler ultrasound and contrast imaging, which are not available at the prison hospital. Multiple requests from her family and lawyer to transfer her to an appropriate medical facility outside prison were rejected by the SSSP.
I urge you to immediately and unconditionally release Marwa Arafa and drop all charges against her, as she is detained solely for exercising her human rights. Pending her release, she must be held in conditions meeting international standards for the treatment of prisoners and granted access to adequate healthcare, including in outside hospitals, if necessary, as well as her family and lawyers.
Yours sincerely,
Generalstaatsanwalt:
Public Prosecutor Mohamed Shawky Ayyad
Office of the Public Prosecutor
Madinat al-Rehab
Cairo
Arab Republic of Egypt
Fax: +202 2577 4716
Twitter/X: @EgyptianPPO
Facebook: https://www.facebook.com/ppo.gov.eg
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Elfenauweg 61
3006 Bern
Fax: 031 352 06 25
E-Mail: eg.emb.bern@gmail.com
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English version (click on title to open):
Marwa Arafa, Egyptian human rights activist and translator, has been arbitrarily detained for nearly six years solely in relation to her activism, including supporting relatives of detainees. In December 2024, the Supreme State Security Prosecution (SSSP) referred her to trial before the Cairo Criminal Court on bogus charges of joining and financing a terrorist organization. On 20 April 2020, security forces arrested Marwa Arafa from her apartment in Cairo without presenting an arrest warrant; and subsequently subjected her to enforced disappearance for 14 days. Marwa Arafa was arrested in front of her then 2-year-old daughter, causing her child significant trauma. Marwa Arafa’s health has severely deteriorated in prison. Despite this, authorities are refusing her the medical care she needs. Egyptian authorities must immediately and unconditionally release Marwa Arafa and drop all charges against her as she is detained solely for exercising her human rights.
Marwa Arafa is a translator and human rights defender who provided support for family members of individuals detained for political reasons. Her assistance encompassed helping families with the costs of prison visits. She was also involved in advocating for children’s rights. She was arrested in front of her then two-year-old daughter who was later diagnosed with being on the autism spectrum. Marwa Arafa unjust imprisonment deprives her daughter of her mother’s presence and care.
Marwa Arafa’s first trial session in front of the terrorism circuit of the Cairo Criminal Court was held on 6 July 2025 after over five years of pre-trial arbitrary detention. According to the Egyptian Initiative for Personal Rights (EIPR), an independent human rights organization, the court postponed the hearing to 18 October 2025 to enable the lawyers to review the casefile. Her lawyers had been denied access to her casefile from the investigation stage until after the first court hearing. During the hearing on 18 October 2025, Marwa Arafa appeared in court in a state of visible fatigue with marked respiratory distress. The presiding judge adjourned the hearing to 20 December 2025 based on the defence’s request to question and cross examine prosecution witnesses. On 20 December 2025, the court questioned prosecution witnesses namely policemen involved in investigations in her case. The session was adjourned to 15 February 2026 to question the remaining prosecution witnesses. Amnesty International has repeatedly raised concerns about fair trial violations in proceedings by terrorism circuits, including violations to the right to a fair and public hearing by a competent, impartial and independent tribunal and the right to adequate defence and equality of arms.
Marwa Arafa was detained in Al-Qanater women’s prison from April 2020 until her transfer to 10th of Ramadan prison in July 2023. According to information gathered by Amnesty International, Al-Qanater prison officials refused to intervene when she was subjected to abuse by other prisoners and repeatedly denied her requests to work in prison workshops in return for financial remuneration. Since August 2025, 10th of Ramadan prison authorities have been denying Marwa Arafa her right to daily exercise, in contravention to Egyptian prison regulations and international standards on the treatment of prisoners. According to an independent doctor consulted by her family, daily exercise is critical for her to prevent future blood clots and a further degradation of her health.
In August 2025, Marwa Arafa suffered from pulmonary embolism, which was resolved after anticoagulant injections. Subsequent examinations revealed a heart condition requiring further diagnostic tests to determine whether she requires cardiac catheterization or medication-based treatment as assessed by an independent doctor consulted by her family. Prison authorities continue to deny her family’s requests to transfer her to outside hospitals to complete the necessary diagnosis and treatment.
According to information gathered by Amnesty International, 10th of Ramadan prison authorities have also been preventing Marwa Arafa from continuing her postgraduate studies and sitting her exams. Since 2023, her family has filed repeated petitions requesting permission from the Public Prosecution and prison authorities for her to sit the exams. All requests were rejected by officials at 10th of Ramadan Prison.
Write an appeal in your own words or use the model letter below. You find a ready-to-print model letter under
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→ Addresses see above in ADRESSEN
Please also take action on Social Media (guide see above).
→ SOCIAL MEDIA GUIDE
→ Please take action before 6 June 2026.
→ Preferred language: Arabic, English. You can also write in your own language.