Worum geht es?
Die Bekleidungsindustrie ist gigantisch: Global setzt der Sektor jährlich 1’000 Milliarden Dollar um und beschäftigt fast 100 Millionen Menschen. Die Mehrheit davon sind Frauen, die massiv unterbezahlt werden und ihr Überleben kaum sichern können. Um ihre Familien zu unterstützen, sind die Arbeiter*innen zahlreichen Missbräuchen ausgesetzt: sexuelle Belästigung, unbezahlte Überstunden, Hungerlöhne, unerreichbare Produktionsziele sind an der Tagesordnung. Auch haben sie nur einen erschwerten oder gar nicht vorhandenen Zugang zu Gesundheitsversorgung.
Die Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie wollen ihre Arbeitsbedingungen verbessern – doch das können sie nur erreichen, wenn sie sich kollektiv organisieren! Doch die Arbeitgeber*innen und Staaten verhindern, dass Arbeitnehmer*innen sich zusammenschliessen und gemeinsam für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einstehen können. Die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit sind jedoch Menschenrechte und eine Voraussetzung, um sich gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zu wehren!
Unterstützen Sie die Arbeiter*innen!
Unsere Forderungen
Wir fordern die Regierungen von Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka auf:
- das Recht auf friedliche Vereinigungsfreiheit und auf menschenwürdige Arbeit für die Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie zu garantieren.
Wir fordern die betroffenen Marken auf:
- die Rechte der Arbeiter*innen der Bekleidungsindustrie wirksam zu schützen;
- sicherzustellen, dass sie am Arbeitsplatz keinen Übergriffen und keiner Gewalt ausgesetzt sind;
- ihr Recht zu garantieren, unabhängige Gewerkschaften zu gründen;
- Diskriminierung zu beenden, insbesondere gegenüber Frauen.
Amnesty deckt auf
Aktiv werden
Sie können die Näher*innen in Südasien unterstützen indem
- Sie die Petition umgehend unterschreiben.
- Sie die Petition in Ihrem Umfeld und in den sozialen Netzwerken teilen.
- Sie können sie auch ausdrucken und an einem Stand oder bei anderen Veranstaltungen unterschreiben lassen, um sie einem breiteren Publikum
bekannt zu machen! Die Petition als PDF herunterladen - Sie eine Solidaritätsbotschaft an die Arbeiter*innen schreiben: Mehr dazu auf der Petitions-Webseite
- Sie eine Postkarte an eine oder mehrere Modelabels schicken. Bestellen Sie die Postkarte hier
Sie möchten sich noch stärker für die Rechte der Arbeiter*innen in der Bekleidungsindustrie engagieren? Wir haben viele weitere Aktionsideen. Schreiben Sie uns!
Mehr zum Thema «Wirtschaft und Menschenrechte»
- Kanada
Wirtschaftsprojekt bedroht Indigene
Ein riesiger Staudamm, der in der kanadischen Provinz British Columbia gebaut wird, verstösst gegen Kanadas Verpflichtungen, die Rechte indigener Gemeinschaften zu achten. Der Staudamm würde den Indig...
- Das Versagen von Lonmin
Erbärmliche Unterkunftsbedingungen rund um die südafrikanische Platinmine Marikana
Die Arbeiter in der südafrikanischen Platinmine Marikana leben weiterhin im Elend. Auch vier Jahre nach der blutigen Niederschlagung der Arbeiterproteste durch die Polizei hat es die britische Minenge...
- Indien
Wirtschaftswachstum auf Kosten der Menschenrechte
Der Landerwerb und die Bergbauarbeiten des indischen Staatsunternehmens «Coal India Limited», des grössten Kohleförderers der Welt, haben tiefgreifende Folgen für indigene Adivasi-Gemeinschaften.
- Sport und Menschenrechte
Katar: WM der Schande
Die Vergabe der Fussball-WM 2022 an Katar hat viel Staub aufgewirbelt. Trotz Versprechen seitens der Regierung und der FIFA haben sich die Arbeitsbedingungen auf den Stadionbaustellen im Wüstenstaat k...
- Sport und Menschenrechte
Ausser Spesen nichts gewesen
Die brasilianische Regierung hatte grosse Versprechungen gemacht: Fussball-WM und Olympische Spiele sollten das Land wirtschaftlich, ökologisch und sozial voranbringen. Doch die teuren Sportevents ver...