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Setzen Sie sich für die Menschen im Iran ein, die in Gefahr sind hingerichtet zu werden:
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| Mitmachen bis 31. August 2026 |
Briefvorlagen
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Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
Oberste Justizautorität:
Head of judiciary
Gholamhossein Mohseni Ejei
Instagram: https://www.instagram.com/ejeii_org/
Twitter/X : https://x.com/ejei_org
c/o Embassy of Iran to the United Nations
Chemin du Petit-Saconnex 28
1209 Genève
Kopien an
Botschaft der Islamischen Republik Iran
Thunstrasse 68
Postfach 227
3000 Bern 6
Fax: 031 351 56 52
Twitter/X: iraninbern
E-Mail: secretariat@iranembassy.ch
Social Media Guide
Suggested messags:
Urgent diplomatic action is needed to halt further executions in Iran! Iranian authorities must implement a moratorium on all executions now & abolish the death penalty! [insert UA link]
Amid arbitrary executions of over 30 people in political cases in Iran since the US-Israeli attacks, at least 78 others including protesters are sentenced to death in similar cases & risk execution. Diplomatic action is needed NOW to press Iran's authorities to halt executions.
Target:
Head of judiciary, Gholamhossein Mohseni Ejei
Instagram: https://www.instagram.com/ejeii_org/
Twitter/X : https://x.com/ejei_org
Hintergrund
In Iran sind mindestens 78 Personen wegen politisch motivierter Anklagen zum Tode verurteilt worden und in grosser Gefahr, hingerichtet zu werden. Immer mehr Menschen, die protestiert haben oder abweichende politische Meinungen vertreten, werden willkürlich exekutiert. Regierungsangehörige fordern beschleunigte Verfahren und «härteste Strafen» gegen jene, die seit den rechtswidrigen Angriffen der USA und Israels festgenommen wurden. Die 78 Personen wurden in grob unfairen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt, die teils vor Revolutionsgerichten stattfanden. Grundlage waren übermässig weit gefasste und vage definierte Anklagen wie «Feindschaft zu Gott» (moharebeh), «Verdorbenheit auf Erden» (ifsad fil-arz) und «bewaffnete Rebellion gegen den Staat» (baghi).
Von den zum Tode Verurteilten wurden mindestens 41 Menschen in Verbindung mit den Protesten vom Januar 2026 festgenommen, und sieben Personen im Zusammenhang mit den Protesten unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» im Jahr 2022. Weitere 22 Personen wurden wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Zugehörigkeit zu verbotenen Oppositionsgruppen zum Tode verurteilt. Sieben Menschen wurde entweder Spionage für Israel oder andere Straftaten in Verbindung mit der nationalen Sicherheit vorgeworfen. Mindestens fünf der 78 Personen waren zum Zeitpunkt der ihnen vorgeworfenen Straftaten jünger als 18 Jahre. Ihre Todesurteile verstossen gegen das Völkerrecht, da dieses die Anwendung der Todesstrafe strikt verbietet, wenn die Angeklagten minderjährig sind. Die seit dem 28. Februar 2026 verhängte Internetsperre hat den Zugang zu Informationen über Menschenrechtsverletzungen in Iran stark eingeschränkt. Zudem herrscht im Land ein Klima der Angst. Deswegen ist die Zahl derjenigen, die von der Hinrichtung bedroht sind, wahrscheinlich noch höher als bislang angenommen.
Seit dem 28. Februar haben die iranischen Behörden mindestens 36 Personen wegen politisch motivierter Anklagen willkürlich hinrichten lassen. Darunter befinden sich 14 Personen, die im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Januar 2026 festgenommen worden waren. Die Todesstrafe wird in diesem Kontext weiterhin als Mittel der politischen Unterdrückung angewendet, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.
Amnesty International hat wiederholt dokumentiert, wie in Iran das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren verletzt wird. So werden Betroffene häufig zu einem «Geständnis» gezwungen, indem sie gefoltert und anderweitig misshandelt werden; dieses «Geständnis» wird dann öffentlich ausgestrahlt. Damit wird ihr Recht auf die Unschuldsvermutung untergraben. Ihnen wird ausserdem das Recht auf ein Verfahren vor einem unabhängigen, zuständigen und unparteiischen Gericht abgesprochen. Sie können ihr Recht auf angemessene Verteidigung und Zugang zu einem Rechtsbeistand nicht wahrnehmen. Auch haben sie in der Regel keine Möglichkeit, die Rechtmässigkeit ihrer Inhaftierung anzufechten.
Seit dem 28. Februar 2026 haben die Behörden der Islamischen Republik Iran Tausende Menschen festgenommen, darunter Protestierende, Andersdenkende, Journalist*innen, Rechtsbeistände, Menschenrechtsverteidiger*innen und Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten. Gemäss einem in Iran üblichen Muster werfen die Behörden den Betroffenen vor, «Verräter» zu sein oder «mit dem Feind zusammenzuarbeiten». Hochrangige Regierungsangehörige – darunter die Oberste Justizautorität Gholamhossein Mohseni Eje’i – haben dazu aufgerufen, diese Menschen beschleunigt vor Gericht zu stellen und die Urteile rasch zu vollstrecken, u. a. auch Hinrichtungen. Am 30. April 2026 äusserte sich Gholamhossein Mohseni Eje'i in regierungsnahen Medien. In seinen Stellungnahmen wies er die weltweite Forderung nach einem Hinrichtungsstopp zurück.
Seit den Protesten unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» von 2022 wenden die iranischen Behörden die Todesstrafe zunehmend als Mittel der politischen Unterdrückung an, um die Bevölkerung einzuschüchtern. Tausende sind seither willkürlich exekutiert worden, nachdem sie in grob unfairen Gerichtsverfahren wegen verschiedenster Straftaten schuldig gesprochen wurden, u. a. im Zusammenhang mit Drogendelikten. Im Jahr 2025 dokumentierte Amnesty International in Iran 2.159 Hinrichtungen. Seit dem 28. Februar 2026 wurden auch Personen hingerichtet, die wegen Mordes oder Drogendelikten zum Tode verurteilt worden waren.
Amnesty International wendet sich in allen Fällen, weltweit und ausnahmslos gegen die Todesstrafe, da sie das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebene Recht auf Leben verletzt und die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen darstellt.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 028/24-2 21.05.2026 | - MDE 13/1032/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 31. August 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Protesters and dissidents at risk of execution
Since the US-Israeli unlawful attacks on Iran began on 28 February 2026, Iranian authorities have arbitrarily executed at least 36 individuals sentenced to death after being convicted of politically-motivated charges following grossly unfair trials. At least 78 protesters, dissidents and others with real or perceived links to banned opposition groups are under sentence of death and at risk of execution. They include 41 people arrested in relation to the January 2026 protests. At least five of them were children at the time of the alleged offence. Fears of further executions are heightened as Iranian authorities continue to weaponize the death penalty to repress dissent and senior officials call for expedited proceedings and «harsh» penalties against those arrested since the war started.
Since 28 February 2026, authorities have arrested thousands of individuals including protesters, dissidents, journalists, lawyers, human rights defenders, and members of ethnic and religious minorities. Consistent with long-standing patterns, authorities have labelled them as «traitors» or «enemy collaborators». Senior officials, including Gholamhossein Mohseni Eje’i, the head of judiciary, have called for expedited trials and swift implementation of punishments, including executions. On 30 April 2026, in statements shared by state-affiliated media, Gholamhossein Mohseni Eje’i refused global calls to halt executions.
According to information available to Amnesty International, including from primary sources, human rights defenders, journalists based outside of Iran and others with access to information in Iran, at least 78 people are under sentence of death and at grave risk of execution on politically-motivated charges. They include 41 people arrested in connection to the January 2026 protests: Abdolreza Fathi, Abolfazl Hashemian, Abdolfazl Karimi, Abolfazl Salehi Siavashani, Ali Pishevarzadeh, Amir Mohammad Zare, Behrouz Zamaninejad, Bita Hemmati, Daniel Harouni, Davoud Aminzadeh, Ehsan Hosseinipour Hessarlou, Erfan Amiri, Hamidreza Fathi, Hamidreza Sabet-Ray, Hossein Ghaleh Beigi, Javad Talebpour, Kourosh Zamaninejad, Majid Nasiri, Mansour Jafari, Maryam Hodavand, Masih Abbaskhani Davanlou, Matin Mohammadi, Mehdi Eskanadari, Mobin Soltani, Mohammadreza Majidi-Asl, Mohamadreza Tabari, Mohammad Abdollahpour, Mohammad (Babak) Naghizadeh, Moslem Heidari, Navid Shirani, Pejman Haghighian, Ramezan Asadi, Reza Hassanlou, Reza Moazeni, Saeed Zarei Kordshouli, Shahab Dadkhah, Shahab Zohdi, Shahin Soleimani, Yaser Mokhtari and Yaser Rajaifa and another person whose name is not known. Among those under sentence of death are seven people arrested in connection to the 2022 Woman Life Freedom uprising, namely: Armin Nourmohammadi, Farshid Hassanzehi, Fazel Bahramian, Mohammad Faraji, Mohammad Darvish Narouie, Mohsen Eslamkhah and Raouf Sheikh Maroufi; and one person in connection to the November 2019 nationwide protests: Mohammad Javad Vafaei Sani. Others at risk of execution include 22 people for real or perceived affiliations with banned opposition groups: Abdolghani Shahbakhsh, Abdolrahim Ghanbarzehi Gorgij (Rahim Mirbaloch), Alireza Mardasi (Hamidavi), Eido Shahbakhsh, Ehsan Faridi, Farhad Baranzehi, Farshad Etemadifar, Turkish national Hatem Özdemir, Hossein Shahouzehi, Issa Eid Mohammadi, Karim Khojasteh, Manouchehr Fallah, Mansour Jamali, Massoud Jamei (Bavi), Nasimeh Eslamzehi, Omran Aghal, Peyman (Amin) Farahavar, Reza Abdali, Soleiman Shahbakhsh, Zahra Shahbaz Tabari, Yousef Ahmadi, Younes Bakhshi; and seven others convicted in politically-motivated cases, including spying for Israel, namely: Adham Naroui, Ahmadreza Djalali, Afshin Ghorbani Meishani, Ali Obeidavi, Gholamreza Khani Shekarab, Malek Davarshenas (Mousavi) and Pakhshan Azizi. Of the individuals under sentence of death in the aforementioned list, at least five were children under the age of 18 at the time of the offence, namely: Matin Mohammadi, Erfan Amiri, Mohsen Eslamkhah and Soleiman Shahbakhsh, and Mansour Jafari.
A further 12 individuals are at risk of being re-sentenced to death after their convictions and death sentences were overturned and cases sent back to lower courts for re-examination, including Abbas Derris, Ali (Souran) Ghassemi, Alireza Kafaei, Amir Mohammad Khoush Eghbal, Mehdi Imani, Milad Armoun, Mohammad Mehdi Hosseini, Kaveh Salehi, Pezhman Soltani, Rezgar Beigzadeh Babamiri and Teyfour Salimi Babamiri – all in protest-related cases; and Verisheh Moradi, on allegations of affiliation with Kurdish opposition groups. According to information available to Amnesty International, at least another 23 individuals, who were arrested in connection to the January 2026 protests, have either been threatened with capital offences during interrogations, accused, indicted, undergoing trials or are awaiting verdicts on capital offences. They include Aban (Zeinab) Mousavi, Ahmad Khaksar Taraghi, Ali Azad, Ali Babri, Amirhossein Azarpira, Amir Mohammad Mojalal Choobari, Arman Marefati, Arashia Gheysar-Beigi, Artin Salari, Ashkan Maleki, Borna Naimi, Danial Niazi, Farzad Moradi, Hamed Mollahosseini, Hassan Mousavi, Hossein Mikhak Beiranvand, Ilya Ben-Rashid, Jamal Pourmand, Mahboubeh Shabani, Mehrdad Mohammadinia, Mohsen Abbaskhani Davanloo, Peyvand Naimi and Shervin Bagherian Jabali. Amnesty International is carrying out investigations into further reports of death sentences in politically motivated cases.
Since the 2022 Woman Life Freedom uprising, the Iranian authorities have increasingly used the death penalty as a tool of political repression to intensify fear, arbitrarily executing thousands after grossly unfair trials for a range of offences, including drug-related charges. In 2025, Amnesty International recorded 2,159 executions in Iran. Executions of individuals convicted and sentenced to death on charges of murder and drug-related offences have also taken place since 28 February 2026. Amnesty International opposes the death penalty in all cases without exception. The death penalty is a violation of the right to life and it is the ultimate cruel, inhuman and degrading punishment.
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Please take action before 31 August 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.