Setzen Sie sich für die Gefangenen im Iran ein: Senden Sie einen Appellbrief per Post, X/Twitter oder Instagram Posten Sie auch in den sozialen Medien.
| Mitmachen bis | 30. April 2026 |
Per Post: An die iranische UN-Botschaft in Genf (A-Post 1.20, B-Post 1.–)
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Head of judiciary, Gholamhossein Mohseni Ejei
c/o Embassy of Iran to the United Nations
Chemin du Petit-Saconnex 28, 1209 Geneva
Instagram: https://www.instagram.com/ejeii_org/
Twitter/X : https://x.com/ejei_org
Botschaft der Islamischen Republik Iran
Thunstrasse 68, Postfach 227, 3000 Bern 6
Fax: 031 351 56 52, Twitter/X: iraninbern
E-Mail: secretariat@iranembassy.ch
Amid ongoing US & Israeli air strikes near prisons in Iran & the targeting of security facilities where prisoners are held, Iran's authorities must release all those arbitrarily detained & grant humanitarian release to other prisoners. [insert UA link]
Individuals held, including children, are at risk in Iran amid US‑Israel strikes near prisons & other security sites while Iran's authorities are subjecting some prisoners to enforced disappearance and denying them access to adequate food and water. [insert UA link]
Target is on Instagram and X/Twitter:
Instagram: https://www.instagram.com/ejeii_org/
Twitter/X : https://x.com/ejei_org
Inmitten der Luftangriffe der Vereinigten Staaten und Israels in der Nähe von iranischen Gefängnissen und der Bombardierung von Sicherheitseinrichtungen, in denen üblicherweise Gefangene festgehalten werden, haben die iranischen Behörden nach Berichten von Menschenrechtsaktivist*innen einige Gefangene freigelassen. Die Behörden weigern sich jedoch, alle willkürlich Inhaftierten freizulassen, auch diejenigen, die aus politischen Gründen festgehalten werden. Anderen verweigern sie die vorübergehende Freilassung aus humanitären Gründen, und setzen sie so wissentlich der Gefahr aus, getötet oder schwer verletzt zu werden. Unter den gefährdeten Inhaftierten befinden sich auch Kinder.
Angehörige von Gefangenen und Menschenrechtsaktivist*innen haben Amnesty International berichtet, dass es seit Beginn der Angriffe und der Abschaltung des Internets durch die Behörden am 28. Februar zu Explosionen in der Nähe des Evin-Gefängnisses und des Zentralgefängnisses von Teheran in der Provinz Teheran, des Gefängnisses von Zanjan in der Provinz Zanjan und dem Mahabad-Gefängnis in der Provinz West-Aserbaidschan kam. Ausserdem wurden Anschläge auf Sicherheitseinrichtungen gemeldet, in denen Gefangene untergebracht sind, darunter Einrichtungen des Geheimdienstministeriums und Polizeiwachen in Teheran, Mahabad und Urumieh in der Provinz West-Aserbaidschan, Sanandaj in der Provinz Kurdistan und Kermanshah in der Provinz Kermanshah.
Die iranischen Behörden verweigern Gefangenen angemessene Nahrung und Wasser und setzen einige von ihnen dem Verschwindenlassen sowie Folter und anderen Misshandlungen aus, auch als Vergeltung für ihren Protest. Nach Angaben des Kurdischen Menschenrechtsnetzwerks feuerten Sicherheitskräfte am 3. März 2026 Tränengas auf Häftlinge, nachdem diese nach Explosionen in der Nähe im Mahabad-Gefängnis protestiert und ihre Freilassung gefordert hatten. Eine gute informierte Quelle teilte Amnesty International mit, dass die Gefangenen der Abteilung 209 des Evin-Gefängnisses, in der Aktivist*innen, Dissident*innen und andere vom Geheimdienst verhaftete Personen untergebracht sind, an einen unbekannten Ort verlegt wurden. Die Behörden geben den Familien keine oder nur widersprüchliche Informationen über ihren Aufenthaltsort. Die Ängste der Familien um die Sicherheit ihrer inhaftierten Verwandten nahmen zu, als sie erfuhren, dass ihre Angehörigen möglicherweise in den Shahrak Mahallati-Komplex im Gebiet der Mini-City am Stadtrand von Teheran verlegt wurden, wo Militärkommandeure und -mitarbeiter*innen wohnen. Familienangehörige von Gefangenen und Menschenrechtsaktivist*innen berichteten auch über Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln, u. a. im Evin-Gefängnis, im Shahr-e Rey-Gefängnis und im Zentralgefängnis von Teheran.
Zu den gefährdeten Gefangenen gehören Tausende von Personen, darunter Minderjährige, die kürzlich im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten von Dezember 2025 bis Januar 2026 inhaftiert wurden, darunter Demonstrierende, Menschenrechtsverteidiger*innen, Rechtsanwält*innen, medizinisches Personal, Studierende sowie ethnische und religiöse Minderheiten. Zu den gefährdeten Menschen gehören auch Personen, die längere Haftstrafen verbüssen, Gefangene in Todeszellen und viele andere, die im ganzen Land inhaftiert sind.
Anfang März 2026 teilten Beamte politischen Gefangenen u. a. im Evin-Gefängnis und im Urumieh-Gefängnis mit, dass sie nicht freigelassen würden. Andere Gefangene, z. B. solche, die wegen gewöhnlicher Straftaten inhaftiert waren, kämen für eine vorübergehende Freilassung in Frage, so informierte Quellen. Die seit dem 28. Februar 2026 verhängte Internetsperre hat den Zugang zu Informationen über die Lage in den Gefängnissen stark eingeschränkt. Die Zahl der Haftanstalten in der Nähe von Explosionsorten ist wahrscheinlich höher. In einem Schreiben vom 3. März 2026 wandte sich der Menschenrechtsverteidiger Reza Khandan, der willkürlich im Evin-Gefängnis inhaftiert ist, an die Oberste Justizautorität und äusserte grosse Besorgnis um die Gefangenen, die während der derzeitigen Luftangriffe inhaftiert sind. In dem öffentlich zugänglichen Schreiben führte er die Luftangriffe auf das Evin-Gefängnis vom 23. Juni 2025 an, die das israelische Militär absichtlich durchgeführt hatte und die nach Ansicht von Amnesty International als Kriegsverbrechen untersucht werden sollten. Er merkte an, dass damals «trotz zahlreicher Briefe und Warnungen von mir und meinen Zellengenossen ... die Freilassung der Evin-Gefangenen verhindert wurde und es dadurch zu der katastrophalen Ermordung von Dutzenden von Gefangenen, Mitarbeiter*innen, Familienmitgliedern und anderen kam».
Am 28. Februar begannen die USA und Israel mit Angriffen auf Iran, die bis zum 5. März 1.230 Todesopfer forderten, wie staatliche iranische Medien unter Berufung auf die Martyrs and Veterans Affairs Foundation berichteten. Am 4. März erklärte ein Beamter des Gesundheitsministeriums, dass seit dem 28. Februar mindestens 180 Kinder getötet wurden. Direkte Angriffe auf zivile Objekte, wie z.B. Gefängnisse, sind schwere Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht.
Reza Khandan fügte hinzu: «Seit dem Angriff der USA und Israels auf Iran sind nun vier Tage vergangen, und bis heute haben unsere Warnungen und Mahnungen keine Wirkung gezeigt... Tausende von unrechtmässig festgehaltenen Gefangenen befinden sich weiterhin in Haftanstalten, die Tag und Nacht bombardiert werden, und viele lebenswichtige Dienstleistungen für die Gefangenen wurden eingestellt....Wenn nicht sofort Massnahmen zur Freilassung der Gefangenen ergriffen werden und das schreckliche und verbrecherische Ereignis des 12-Tage-Krieges oder Schlimmeres und Folgenschwereres als das eintritt... müssen Sie vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden». Einer gut informierten Quelle zufolge hat ein Gefangener des Evin-Gefängnisses seiner Familie am 3. März 2026 in einem Telefongespräch mitgeteilt, dass die Luftangriffe auf mehrere Gebäude des Rundfunks der Islamischen Republik Iran IRIB in der Nähe des Evin-Gefängniskomplexes am selben Tag so stark waren, dass die Gefangenen befürchteten, das Gefängnis selbst könnte getroffen worden sein. Eine andere Quelle sagte Amnesty International, dass die elektronischen Karten, die die Gefangenen aufladen müssen, um in den Gefängnisläden Lebensmittel und Wasser zu kaufen, nicht mehr funktionieren.
Nachdem das israelische Militär am 23. Juni 2025 durch gezielte Luftangriffe grosse Teile des Evin-Gefängnisses zerstört hatte, wurden Hunderte von Gefangenen aus dem Teheraner Evin-Gefängnis in andere Gefängnisse in der Provinz Teheran mit grausamen und unmenschlichen Haftbedingungen verlegt. Damals wurden etwa 70 inhaftierte Frauen in das Shahr-e Ray-Gefängnis (auch bekannt als Gharchark-Gefängnis) in Varamin verlegt. Die Frauen wurden in zwei kleine Räume und einen Flur mit nur zwei Toiletten und zwei Duschen gezwängt. Rund 180 männliche Gefangene wurden aus dem Evin-Gefängnis in das Zentralgefängnis von Teheran verlegt und in vier Räumen mit einer maximalen Kapazität von 80 Personen zusammengepfercht. Das Zentralgefängnis von Teheran hat entsetzliche Haftbedingungen. Gefangene berichteten von hoher Überbelegung, der Verweigerung medizinischer Versorgung und der Weigerung der Behörden, Gefangene, die wegen nichtgewalttätiger Delikte verurteilt wurden, von den Gewaltverbrecher*innen zu trennen. Während und nach den landesweiten Protesten, die am 28. Dezember 2025 ausbrachen, haben die Behörden Tausende von Demonstrierenden und Dissident*innen willkürlich festgenommen und inhaftiert. Amnesty International dokumentiert seit Jahren immer wieder, wie Hunderte von Menschen, die protestieren, Journalist*innen, Künstler*innen, Anwält*innen, Schriftsteler*innen, Akademiker*innen, Studierende, LGBTI*, Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten und Menschenrechtsverteidiger*innen willkürlich inhaftiert werden, nur weil sie ihre Menschenrechte wahrnehmen. Zu den anderen willkürlich Inhaftierten gehören Personen, die nach grob unfairen Verfahren in Haft gehalten werden. Zu den von Amnesty International systematisch dokumentierten Verletzungen des Rechts auf einen Anwalt gehören die Verweigerung des Rechts auf einen Rechtsbeistand ab dem Zeitpunkt der Festnahme, die Zulassung von durch Folter erzwungenen «Geständnissen» als Beweismittel und Schnellverfahren. Während des Zwölf-Tage-Krieges im Jahr 2025 und auch jetzt wieder haben Menschenrechtsaktivist*innen und Gefangene die Oberste Justizautorität aufgefordert, einen Beschluss des Obersten Justizrates umzusetzen, der die bedingte Freilassung von Gefangenen in Kriegsnotfällen erlaubt.
Prisoners in Iran at risk during ongoing US and Israeli strikes
Ongoing US and Israeli air strikes near prisons, as well as the targeting of security facilities where detainees are held, are placing prisoners, including children, at risk. Iranian authorities’ refusal to release all those arbitrarily detained and grant humanitarian release to others imprisoned is knowingly placing those prisoners at risk of death or serious harm. Some prisoners have been transferred to unidentified locations or areas near potential military objectives, intensifying concerns for their safety. Authorities are also subjecting prisoners to enforced disappearance and denying them access to adequate food and water.
Prisoners at risk include the thousands of individuals, including children, recently detained in connection to the December 2025 - January 2026 nationwide protests, amongst them protesters, as well as human rights defenders, lawyers, medical care workers, university students, ethnic and religious minorities. Those at risk also include individuals serving prolonged prison sentences, individuals under sentence of death and many others imprisoned across the country.
In early March 2026, officials told prisoners held on politically-motivated offences, including at Evin prison and Urumieh prison, that they would not be released while other prisoners, such as those held for ordinary crimes, would be eligible for temporary release, according to informed sources. The internet shutdown imposed since 28 February 2026 has severely restricted access to information on prisons, and the number of affected detention sites near where explosions have taken place is likely higher. In a let-ter dated 3 March 2026, human rights defender Reza Khandan, arbitrarily detained in Evin prison, wrote to the Head of the Judiciary raising grave fears for prisoners detained amid ongoing air strikes. In the letter, publicly available, he cited the 23 June 2025 air strikes on Evin prison, which the Israeli military deliberately carried out, and which Amnesty International had called to be investigated as a war crime. He noted that at that time, «despite the numerous letters and warnings from myself… and my fellow cellmates… the release of Evin prisoners was prevented, and the catastrophe of the killing of dozens of prisoners, staff, family members and others took place». Reza Khandan added: «It has now been four days since the US and Israeli attack on Iran, and today our warnings and reminders have not been effective…Thousands of unlawfully detained prisoners remain trapped in prisons under the threat of bombardment day and night, and many essential services to prisoners have been cut off….If immediate action is not taken to release prisoners and the horrific and criminal event of the 12-day war or worse and more severe than that occurs… you must be held accountable before justice». According to an informed source, an individual imprisoned at Evin prison told his family, in a phone call on 3 March 2026, that when air strikes hit several buildings of the Islamic Republic of Iran Broadcasting (IRIB) near Evin pris-on complex earlier the same day, the sounds of the explosions were so powerful that prisoners feared the prison compound itself may have been struck. Another informed source revealed to Amnesty International that the electronic cards prisoners must top up to purchase food and water from prison shops have stopped working.
Direct attacks on civilian objects, such as prisons, constitute serious violations of international humanitarian law and may amount to war crimes.
In June 2025, Iranian prison officials transferred hundreds of prisoners from Evin prison to other prisons in Tehran province, characterized by cruel and inhuman conditions, after the Israeli military’s deliberate air strikes destroyed large parts of Evin prison on 23 June 2025. At that time, about 70 or so women prisoners were transferred to Shahr-e Ray prison (also known as Gharchark prison) in Varamin. The women prisoners were put into two small rooms and a corridor with only two toilets and two showers. Around 180 male prisoners were moved from Evin prison to the Greater Tehran Central Penitentiary and crammed into four rooms with a maximum capacity of 80. Greater Tehran Penitentiary presents appalling detention detentions. Prisoners have reported severe overcrowding, the denial of medical assistance and the refusal of authorities to separate prisoners convicted of non-violence. During and in the aftermath of the nationwide protests that erupted on 28 December 2025, authorities have arbitrarily arrested and detained thousands of protesters and dissidents. Amnesty International has for years repeatedly documented how hundreds of people protesters, journalists, artists, lawyers, writers, academics, university students, LGBTI individuals, members of ethnic and religious minorities and human rights defenders are arbitrarily detained, including solely for exercising their human rights. Others in arbitrary detention include individuals held following grossly unfair trials. Due process violations systematically documented by Amnesty International include the denial of the right to a lawyer from the time of arrest, admission of torture-tainted «confessions» as evidence, and summary trials. During the 12-day war in 2025 and again now, human rights defenders and prisoners have called on the Head of the Judiciary to implement a Supreme Judicial Council resolution allowing conditional release of prisoners during wartime emergencies.
On 28 February, the US and Israel launched attacks on Iran, resulting in 1,230 deaths as of 5 March, according to Iranian state affiliated media citing the Martyrs and Veterans Affairs Foundation; and on 4 March, an official from the Ministry of Health stated that at least 180 children were killed since 28 February.
Take action before 30 April 2026.
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