Frauen und Männer, von hinten gesehen, tragen Holzbündel auf ihrem Weg auf staubigen Strassend durchs Lager.
Im Flüchtlingslager Al-Affad im Sudan leben Tausende von Menschen unter Bedingungen, unter denen selbst die Grundbedürfnisse nur mit grosser Mühe gedeckt werden können. Al-Dabbah, Sudan, 13. Januar 2026. © Muhammed Emin Canik / Anadolu

Sudan

Im Sudan tobt seit April 2023 ein verheerender Bürgerkrieg zwischen der Armee (SAF) und der paramilitärischen RSF-Miliz, der zur grössten humanitären Krise der Welt geführt hat. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Es herrschen Hunger, Zerstörung und massive Menschenrechtsverletzungen.Der Konflikt im Sudan wird durch den ständigen Zustrom von Waffen weiter angeheizt, oft unter eklatanter Verletzung des bestehenden Waffenembargos für Darfur.
Mehrere Menschen, darunter Frauen und Kinder, gehen an einem umzäunten Gelände mit Stacheldraht vorbei. Sie tragen bunte Kleidung und transportieren große Säcke und Bündel auf dem Kopf oder in den Händen. Im Hintergrund sitzen weitere Menschen am Boden neben provisorischen Unterkünften aus Stoff und Planen, unter einem klaren Himmel.
Sudanesische Geflüchtete und südsudanesische Rückkehrer*innen, die vor dem Krieg im Sudan geflohen sind, tragen ihre Habseligkeiten bei ihrer Ankunft in einem Transitzentrum für Geflüchtete in Renk am 14. Februar 2024 © Luis Tato / AFP via Getty Images

Fragen und Antworten zum Krieg im Sudan

Es ist die grösste humanitäre Krise der Welt: Der Konflikt zwischen der paramilitärischen Miliz "Rapid Support Forces" (RSF) und den sudanesischen Streitkräften (SAF) hat seit April 2023 zehntausenden Menschen das Leben gekostet. Mehr als zwölf Milli...

Mehr über die Menschenrechte im Sudan

Der AMNESTY INTERNATIONAL REPORT 2025/26 analysiert die Menschenrechtslage im Land im vergangenen Jahr. Alle Konfliktparteien verübten auch 2025 schwere Verstösse gegen internationale Menschenrechtsnormen und das humanitäre Völkerrecht, die zu zahlreichen Toten und Verletzten in der Zivilbevölkerung führten. Verschiedene Staaten lieferten nach wie vor Waffen an die Konfliktparteien, auch nach Darfur, und verstiessen damit gegen das bestehende Waffenembargo des Uno-Sicherheitsrats.

Überall im Sudan werden Frauen und Mädchen massiver sexualisierter Gewalt ausgesetzt. © AFP via Getty Images
Überall im Sudan werden Frauen und Mädchen massiver sexualisierter Gewalt ausgesetzt. © AFP via Getty Images

Fokus: Sexualisierte Gewalt durch RSF zerstört Leben von Frauen und Mädchen

Die paramilitärische Gruppierung Rapid Support Forces (RSF) hat während des zweijährigen Bürgerkriegs im Sudan weit verbreitete sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen verübt. Die Gräueltaten der RSF, darunter Vergewaltigungen, Gruppenvergewalt...