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Setzen Sie sich für Georgia Fort und die anderen angeklagten Pressevertreter*innen ein:
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| Mitmachen bis 12. Juli 2026 (= Frist verlängert) |
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Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
Stellvertretender Justizminister:
Assistant Attorney General, Harmeet K. Dhillon
Civil Rights Division
U.S. Department of Justice
950 Pennsylvania Avenue NW
Washington DC 20530
USA
E-Mail: harmeet.dhillon@usdoj.gov
Zusätzliche Zielperson:
US Attorney for Minnesota, Daniel Rosen
U.S. Courthouse, 316 N. Robert Street, Suite 404
St. Paul, MN 55101
USA
E-Mail: usamn.pressoffice@usdoj.gov
Kopien an
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Sulgeneckstrasse 19, Postfach 3259, 3001 Bern
Fax: 031 357 73 20
E-Mail: BernPA@state.gov / Bern-protocol@state.gov
X/Twitter: /USEmbassyBern
Facebook: /USBotschaftBern
Social Media Guide
The charges against Georgia Fort and other journalists must immediately be dropped. They are being prosecuted for doing their work as reporters. Journalism is not a crime!
#freepress
Hintergrund
Es besteht grosse Sorge über die strafrechtliche Verfolgung von Georgia Fort und anderen Journalist*innen, die nichts weiter getan haben, als am 18. Januar 2026 über eine Demonstration in Minneapolis zu berichten. Es ist offensichtlich, dass die Festnahme und anschliessende Strafverfolgung von Georgia Fort und anderen Journalist*innen die beunruhigende Eskalation einer systematischen Missachtung der Menschenrechte ist.
In Artikel 19 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (IPbpR), den die Vereinigten Staaten ratifiziert haben, ist das Recht auf freie Meinungsäusserung verankert, das eine freie Presse und das Recht der Journalist*innen, Informationen zu suchen und weiterzugeben, schützt. Wenn jedoch das Justizministerium Georgia Fort und andere Pressevertreter*innen strafrechtlich verfolgt, weil sie über einen Protest in der Cities Church in St. Paul, Minnesota, berichtet haben, dann ist das eine Verletzung ihrer Menschenrechte, weil sie einfach nur ihre Arbeit als Journalist*innen gemacht haben. Der Pastor der Kirche war zu diesem Zeitpunkt amtierender Leiter einer ICE-Aussenstelle.
Über etwas zu berichten, ist kein Verbrechen. Vielmehr ist die Gewährleistung des Rechts auf freie Meinungsäusserung und der Pressefreiheit unabdingbar, um Regierungsvertreter*innen für ihr Handeln zur Rechenschaft zu ziehen. Die Anklagen haben eine abschreckende und einschüchternde Wirkung auf Journalist*innen, die über Themen berichten, die für die Bevölkerung von grösster Bedeutung sind.
Im Dezember 2025 ging die Trump-Administration bundesweit gegen Einwanderer*innen vor, eine Aktion, die in der Region St. Paul/Minneapolis, Minnesota («Twin Cities») als «Operation Metro Surge» bekannt ist. Das Heimatschutzministerium setzte mehr als 3.000 Bundesbeamt*innen der Einwanderungsbehörde ICE ein, die mit militärischen Mitteln gegen die Bewohner*innen vorgingen und in den Twin Cities Minneapolis und Saint Paul für Angst und Panik sorgten. Die Bewohner*innen begannen, sich auf verschiedene Weise zu organisieren, unter anderem mit Protesten gegen die «Operation Metro Surge». Einige Bewohner*innen der Twin Cities beschrieben die Erfahrung angesichts der gewalttätigen und feindseligen Präsenz von Bundeseinwanderungsbeamt*innen als «Belagerung».
Am 7. Januar 2026 töteten ICE-Agenten Renee Good, eine Beobachterin von Einwanderungsmassnahmen der Bundesregierung in Minneapolis. Nach ihrem Tod protestierte am 18. Januar eine Gruppe in einer Kirche in der Stadt St. Paul, weil einer der Pastoren der Kirche zu dieser Zeit der amtierende Leiter der ICE-Aussenstelle war. Zur Dokumentation des Protests waren die Journalistin Georgia Fort und andere Pressevertreter*innen vor Ort.
Videoaufnahmen des Protests, die von Don Lemon, einem der Journalist*innen vor Ort, veröffentlicht wurden, zeigen friedlich Demonstrierende, die Slogans skandieren und Gerechtigkeit für Renee Good fordern. Innerhalb weniger Tage wurden die Demonstrierenden festgenommen. Die Bundesregierung versuchte gleichzeitig, die Journalist*innen und andere Pressevertreter*innen festzunehmen, aber ihr Antrag wurde in drei verschiedenen Fällen von einem Amtsgericht, einem Bezirksgericht und einem Berufungsgericht abgelehnt. Das Justizministerium berief daraufhin eine Anhörung vor einer Grand Jury ein, die zu einer Anklage wegen dreier Straftaten, darunter ein Hassverbrechen, gegen Georgia Fort und zwei weitere Pressevertreter*innen, die über die Demonstrationen berichtet hatten, führte. Am frühen Morgen des 30. Januar wurden Georgia Fort und die anderen Pressevertreter*innen festgenommen. Ein*e weitere*r Pressevertreter*in wurde Ende Februar angeklagt.
Nach ihrer Festnahme postete Präsident Trump in den Sozialen Medien mehrere Nachrichten, die sich an den Fernsehjournalisten Don Lemon richteten. In einer davon forderte Trump eine 40-jährige Haftstrafe für ihn und machte sich über seine Festnahme lustig. Georgia Fort, die Gründerin einer Presseorganisation, die sich der Verbreitung von ermutigenden Geschichten für die schwarze Community verschrieben hat, berichtete per Livestream, dass Bundesbeamt*innen in den frühen Morgenstunden bei ihr zu Hause eintrafen, um sie festzunehmen.
Unter der Trump-Administration fanden Überzeugungen von weisser Vorherrschaft in die Regierungsführung Eingang und führen zu rassistischem Vorgehen in den Bereichen Einwanderung und Strafverfolgung. Als die Trump-Administration mehr als 3.000 Bundeseinwanderungsbeamt*innen nach Minnesota schickte, wurde dies damit begründet, dass man die somalisch-US-amerikanische Community ins Visier nehmen wollte, die der Präsident öffentlich als «Müll» bezeichnete. Drei von vier der angeklagten Pressevertreter*innen sind Afroamerikaner*innen. Sie kamen ihrer durch die Menschenrechte geschützten Aufgabe nach, über Proteste und die öffentliche Empörung über die «Operation Metro Surge» zu berichten. Weil sie Vertreter*innen der Presse sind, hat die Regierung sie auf der Grundlage eines Gesetzes über Hassverbrechen und eines Gesetzes aus dem 19. Jahrhundert festnehmen lassen, das ursprünglich dazu diente, die Massenübergriffe der gewalttätigen rassistischen Gruppe Ku Klux Klan gegen ehemals versklavte Afroamerikaner*innen einzudämmen.
Seit Januar 2025 greift die Trump-Administration immer wieder Journalist*innen an, die über Regierungsmassnahmen berichten. Beispiele für diese Angriffe sind die Abschiebung des in den USA lebenden Journalisten und Asylbewerbers Mario Guevara. Er berichtete über ICE-Razzien, die Beschlagnahmung persönlicher und beruflicher Geräte durch das FBI in der Wohnung eines Reporters in Washington DC, die Einrichtung einer Website durch das Weisse Haus, die sich darauf konzentriert, Journalist*innen und Medien anzugreifen, die nicht auf der Linie der Regierung liegen. Er thematisierte auch die Nutzung der Behörde Federal Communications Commission, um Lizenzen und Medienfusionen zu genehmigen, die auf der Ablehnung von Initiativen zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion durch Unternehmen beruhen.
Reporter*innen und Medien gezielt ins Visier zu nehmen und sie zu diskreditieren, ist eine gängige Praxis autoritärer Regierungen. Die Kontrolle der Berichterstattung und das Unterdrücken abweichender Meinungen oder unangepasster Berichterstattung sind wichtige Strategien der Machthabenden, um ohne Rechenschaftspflicht handeln zu können. Das Recht auf freie Meinungsäusserung und Pressefreiheit gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Regierenden zur Rechenschaft zu ziehen; ohne dieses Recht werden die Regierenden noch mehr ermutigt, ungestraft zu handeln.
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U.S. Authorities Must Immediately Release Journalists Don Lemon and Georgia Fort (Amnesty USA, 30 January 2026)
NABJ outraged at arrests of DonLemon, Georgia Fort "The first amendment is not optional" (NABJ Press, 30 January 2026)
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 016/26 13.03.2026 AMR 51/0815/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 12. Juli 2026 (= Frist verlängert) |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Journalists face criminal charges
Journalist Georgia Fort, along with other members of the press, documented a protest on 18 January 2026 inside a church in Minnesota as one of the church’s pastors was an Immigration and Customs Enforcement (ICE) field office director. For this journalistic coverage, the US Department of Justice is prosecuting Fort and others representing the press, with serious criminal charges, including a hate crime. Since January 2025, the media and journalists have been targeted for reporting on the Trump administration’s actions. These charges seek to intimidate and silence journalists. We urge the authorities withdraw all charges against members of the press.
In December 2025, the Trump administration launched a federal immigration crackdown known as «Operation Metro Surge» in the St. Paul/Minneapolis, Minnesota region («Twin Cities»). The Department of Homeland Security deployed more than 3,000 federal immigration agents, who used military tactics against residents, causing fear and panic throughout the Twin Cities. Residents began to mobilize in a number of ways, including organizing protests against «Operation Metro Surge». Some residents of the Twin Cities described the experience as being «under siege» given the violent and hostile presence of federal immigration agents.
On 7 January 2026, ICE agents killed Renee Good, a community observer on federal immigration actions in Minneapolis. Following her death, on 18 January, a group of demonstrators protested inside a church in the city of St. Paul because one of the church’s pastors was an acting field office director for ICE there at the time. Journalist Georgia Fort and others representing the press arrived at the scene to document the protest.
Video footage of the protest made public by Don Lemon, one of the journalists at the scene, show peaceful demonstrators chanting slogans that called for justice for Renee Good. Within a few days, the protesters were arrested. The federal government sought to arrest the journalists and other members of the press at the same time, but their request was denied on three separate occasions by a magistrate judge, district court judge, and appellate court judge. The Department of Justice then called for a grand jury hearing resulting in a grand jury indictment on three felony charges, including a hate crime statute against Georgia Fort and two other members of the press who reported on the demonstrations. In the early morning on 30 January, Georgia Fort and the others from the press were arrested (an additional press member was indicted in late February).
Following their arrests, President Trump posted on social media multiple messages aimed at Don Lemon, including one calling for a 40-year-sentence to be applied to him and mocking his arrests. Georgia Fort, who is the founder of a press organization dedicated to delivering empowering stories that speak to Black communities, livestream reported federal agents arriving at her home in the early hours to arrest her.
Under the Trump administration, white supremacy and governance have been interlocked and delivering heavy-handed racist policies in immigration and law enforcement. When the Trump administration deployed more than 3,000 federal immigration agents in Minnesota, the justification was to target the Somali American community who the President publicly called «garbage». Three out of four of the members of the press facing charges are Black Americans. They were doing their human rights protected job to report on protests and the public outrage to «Operation Metro Surge». For being members of the press, the government has arrested them under a hate crime statute and a 19th century statute that was originally aimed to rein in the violent white supremacy hate group Ku Klux Klan’s mass assault against formerly enslaved African Americans.
Since January 2025, the Trump administration has consistently attacked journalists for reporting on its actions with scrutiny. Examples of these attacks include the deportation of USA-based journalist and asylum-seeker Mario Guevara who reported on ICE raids; the FBI seizure of personal and professional devices from a Washington, DC reporter’s home; the White House’s launch of a website focused on attacking journalists and media outlets not in line with the administration; and the weaponization of the Federal Communications Commission’s authority to approve licensing and corporate media mergers based on corporate rejection of diversity, equity, and inclusion initiatives.
The active targeting and discrediting of reporters and the media by those in power is a common authoritarian practice. Narrative control and silencing dissent or non-aligned reporting are key strategies for those in power to seek to act without accountability. The right to freedom of expression and press is a way for the public to hold leaders accountable; without this, leaders are further emboldened to act with impunity.
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Please take action before 12 July 2026 (= dedline extended).
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.