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Urgent Action − USA

Familien aus ICE-Hafteinrichtung entlassen und «Dilley» schliessen

In der Kleinstadt Dilley im US-Bundesstaat Texas befindet sich das «Wohnzentrum für Familien in Süd-Texas» (auch schlicht «Dilley» genannt). Dabei handelt es sich um die einzige Einwanderungshafteinrichtung für Familien in den USA. Die Hafteinrichtungen verdeutlicht die grausamen Bedingungen, unter denen Migrant*innen in den USA inhaftiert werden. Familien, die in Dilley inhaftiert sind, berichten von langen Haftzeiten ohne ordnungsgemässes Verfahren sowie von fehlender Versorgung mit Medikamenten und sauberem Trinkwasser. Säuglinge und Kinder verlieren oft alarmierend stark an Gewicht, Familienmitglieder werden häufig getrennt untergebracht, und Kinder haben kaum Möglichkeiten zum Spielen. Die Behörden sollten Dilley sofort schliessen und die Inhaftierung von Kindern und Familien aus Einwanderungsgründen endgültig beenden.

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Setzen Sie sich für die Kinder und Familien in Gewahrsam ein: 
Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail und tweeten/posten Sie in den sozialen Medien.

Mitmachen bis 15. November 2026

Briefvorlagen

Adressen

Minister für Innere Sicherheit:
Markwayne Mullin 
Secretary of the Department of Homeland Security
300 7th St SW
Washington, DC 20024
USA
E-Mail: dhssecretary@hq.dhs.gov
SoMe: @SecMullinDHS
 

Zusätzliche Appelle an:
President Donald Trump 
The White House 
1600 Pennsylvania Avenue NW 
Washington, DC 20500 USA Online 
Webformular: https://www.whitehouse.gov/contact/ 

Kopien an 

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Sulgeneckstrasse 19
Postfach 3259
3001 Bern
Fax: 031 357 73 20
E-Mail: BernPA@state.gov / Bern-protocol@state.gov
X/Twitter: /USEmbassyBern
Facebook: /USBotschaftBern

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Social media sample:
It’s time to close Dilley and end the detention of migrant children and families once and for all, @SecMullinDHS!  

Hintergrund

Hunderte Kinder und Familien werden im «Wohnzentrum für Familien in Süd-Texas» (auch schlicht «Dilley»  genannt) im Bundesstaat Texas unter unmenschlichen Bedingungen in Gewahrsam gehalten. Die Hafteinrichtung untersteht der Einwanderungsbehörde ICE. In den USA spielt die Inhaftierung von Familien eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Regierungsstrategie, Migrant*innen massenhaft zu inhaftieren und abzuschieben. Mehr als 6.200 Kinder, Kleinkinder und Neugeborene werden unter dieser Strategie systematisch festgehalten. Die Inhaftierung von Familien wird nicht nur in Ausnahmefällen, sondern vielmehr routinemässig praktiziert. Die Familien werden über längere Zeit hinweg festgehalten, oft monatelang. Dies verstösst gegen das seit drei Jahr-zehnten geltende Flores-Abkommen, das vorschreibt, dass Minderjährige nicht länger als 20 Tage in einem Haftzentrum bleiben dürfen.

Familien haben oft keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sodass sie in vielen Fällen gezwungen sind, Leitungswasser zu trinken, das übel riecht und Magenverstimmungen verursacht. Kindern wird häufig der Zugang zu Bildungsangeboten und sogar Buntstiften zum Malen verwehrt. Die meisten Familien haben keine Möglichkeit, mit einem Rechtsbeistand zu sprechen oder ihr Anliegen bei Gericht vorzubringen, bevor sie abgeschoben werden. Viele werden in Länder zurückgeschickt, in denen gefährliche und lebensbedrohliche Bedingungen herrschen. Bei chronischen Erkrankungen oder medizinischen Notfällen wird die notwendige Versorgung verweigert, und Säuglinge und Kinder verlieren oft alarmierend an Gewicht.

Die Inhaftierung von Kindern hat ungeachtet der Dauer tiefgreifende und lebenslange Folgen, die weit über die Zeit in Gewahrsam hinausgehen. Deshalb verbietet das Völkerrecht die Inhaftierung von Kindern aus Einwanderungsgründen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die US-Regierung Milliarden dafür ausgibt, um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, Familien zu trennen und anderweitige Menschenrechtsverletzungen zu begehen – zum Beispiel indem sie Eltern und Kindern unter unsicheren und unhygienischen Bedingungen einsperrt. In der Hafteinrichtung in Dilley herrschen grausame, gefährliche und unmenschliche Bedingungen.

Es besteht ernste Sorge um die Einhaltung von Verfahrensgarantien in diesem System. Der Zugang zu einem Rechtsbeistand ist begrenzt und manchmal faktisch unmöglich. Häufig werden die Betroffenen nicht klar oder rechtzeitig genug über die Verfahren der Einwanderungsbehörde und ihre Rechte informiert. Berichten zufolge finden Abschiebungen statt, ohne dass die Betroffenen zuvor die Möglichkeit hatten, rechtliche Ansprüche geltend zu machen. Dies verstösst möglicherweise gegen die Rechte auf ein ordnungsgemässes Verfahren und auf Nicht-Zurückweisung (non-refoulement).

Oft werden Familien getrennt, um sie unter Druck zu setzen. Einige dokumentierte Beispiele sind: ein fünfjähriges Kind, dem eine Trennung von der Familie angedroht wurde; ein Teenager, der unter Druck gesetzt wurde, seinen Antrag zurückzuziehen, indem ihm angedroht wurde, dass er ansonsten mit 18 von seiner Familie getrennt würde; und eine stillende Mutter, die mehr als 100 Tage lang von ihrem Baby getrennt wurde, das sogar die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besass. Diese Situationen verdeutlichen, dass die Behörden routine-mässig auf die Praxis der Familientrennung zurückgreifen, um ihre Linie durchzusetzen.

Die Bedingungen in den Hafteinrichtungen werden weithin als unmenschlich und erniedrigend beschrieben. Die Inhaftierten haben oft keinen angemessenen Zugang zu Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und anderen Gütern der Grundversorgung. Diese Bedingungen haben besonders für Kinder negative Konsequenzen, unter anderem für ihre körperliche und geistige Entwicklung und Gesundheit. In manchen Fällen könnten die Bedingungen grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung gleichkommen. Die Folgen gehen über die unmittelbaren Bedingungen hinaus. Insbesondere bei Kindern besteht ein erhebliches Risiko, dass sie auf lange Zeit hinweg traumatisiert werden. Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten häufig keine angemessene medizinische Versorgung.

Besonders stark betroffen sind Hochrisikogruppen. Schwangere werden oft nicht angemessen betreut. Säuglinge und Kinder werden in einer Umgebung festgehalten, die ihren Bedürfnissen nicht gerecht wird. Die Trennung von Familien kann zu dauerhaften Entwicklungsschäden führen. Hier geht es nicht um wenige Einzelfälle, sondern um systematische Methoden bei der Inhaftierung von Familien.

Das Völkerrecht verbietet die Inhaftierung von Kindern aus Einwanderungsgründen, da sie niemals dem Kindeswohl dient. Es gibt also keine Art und Weise, Kinder und Familien in einem grossflächigen System unter Wahrung ihrer Rechte festzuhalten. Es existieren Alternativen zur Inhaftierung, die wirksamer sind und die schädlichen Folgen einer Inhaftierung vermeiden.

Menschen dürfen nur in Ausnahmefällen in Einwanderungshaft genommen werden. Allgemein gilt, dass die persönliche Freiheit einer Person gewahrt werden muss. Dies gilt auch für Migrant*innen, Flüchtlinge und Asylsuchende. Wenn sie ihrer Freiheit beraubt werden, muss dies eine eindeutige Rechtsgrundlage haben und durch einen legitimen Zweck zu rechtfertigen sein, der notwendig, verhältnismässig und nichtdiskriminierend ist.

Details

UA-Nummer:
Erscheinungsdatum | Aktualisiert am:
Index:
UA 053/26
21.05.2026 | -
AMR 51/1033/2026
Voraussichtlich mitmachen bis: 15. November 2026
Ganze Urgent Action (Word): deutsch
english
Nur der Modellbrief (Word): deutsch
english

Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.

English version

Shut down migrant family detention center

The South Texas Family Residential Center («Dilley») in Dilley, Texas, is the only migrant family detention facility in the United States, and it is emblematic of the cruelty of the US migration detention system. Families detained there have reported prolonged incarceration without due process, denial of medical care, and inadequate access to clean drinking water. Infants and children have experienced alarming weight loss, families are frequently separated while detained, and children are denied opportunities for joy and play. Dilley should be shut down immediately, and US authorities must end the detention of migrant children and families once and for all.

Family detention is a key part of the mass detention and deportation system in the United States, used as a tool to expand immigration enforcement. The issue reflects a systemic detention regime affecting more than 6,200 children, toddlers, and newborn babies. Family detention is not being used as an exceptional safeguard but as a routine policy practice. Families are being held for prolonged periods, often for months, in violation of the 20-day limit set under the Flores Settlement Agreement.

Serious due process concerns are present throughout the system. Access to legal counsel is limited, and in some cases effectively unavailable. Individuals are frequently not given clear or timely information about immigration procedures or their rights. Deportations are reported to occur without a meaningful opportunity to pursue legal claims, raising concerns under the principles of due process and of non-refoulement.

A central feature of the system is the use of coercion through family separation. There are documented examples of a five-year-old child threatened with removal from their family, a teenager pressured to abandon their claim under threat of separation upon turning 18, and a breastfeeding mother separated from her United States citizen baby for more than 100 days. These situations illustrate the use of fear and separation as a method of enforcement rather than isolated incidents.

Conditions within detention facilities are widely reported as inhumane and degrading. Individuals face inadequate access to food, clean water, hygiene supplies, and basic care. These conditions are particularly harmful for children and can interfere with their physical development and well-being. In some cases, the severity of conditions may amount to cruel, inhuman, or degrading treatment. The harm ex-tends beyond immediate conditions to serious physical and psychological impacts. People in detention experience deterioration in both mental and physical health, with children facing significant risks of long-term trauma. Medical care is often disrupted, including for individuals with ongoing or chronic health needs.

High-risk groups are disproportionately affected. Pregnant individuals often lack adequate prenatal care. Infants and children are held in environments that are not suitable for their developmental needs. Family separation contributes to severe emotional distress and can result in lasting developmental harm. The situation is not the result of isolated failures but reflects the structure of the family detention model it-self.

The migration-related detention of children is strictly prohibited in international law as it can never be in their best interests. There is no rights respecting way to detain children and families at scale. Community based alternatives exist for those that need them and are more effective while avoiding the harms associated with detention. Family detention inflicts profound and enduring harm that continues long after release.

Immigration detention is only allowed in the most exceptional of circumstances. The enjoyment of per-sonal liberty must remain any individual’s default condition. Migrants, refugees, and asylum seekers, like anyone else, must benefit from a legal presumption of liberty. As a consequence, if they are subject to any deprivation of liberty, it must be clearly prescribed by law and strictly justified by a legitimate purpose that is necessary, proportionate, and non-discriminatory.

States have an obligation to ensure that conditions of detention meet international human rights law and standards, notably that the conditions of detention are humane and the human rights of detained individuals are respected. This includes protection against torture and other cruel, inhuman, or degrading treatment; access to medical care; exercise; and the ability to communicate with the outside world including consulates, attorneys, and family. ICE also has Family Residential Standards which dictate the operation of facilities housing families detained for immigration-related reasons, and which require access to legal resources, family unity, clean and secure detention conditions, education, recreation time, nutritionally-balanced meals, and medical care.

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Please take action before 15 November 2026.

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