Silhouetten von geflüchteten Frauen und Kindern, von hinten gesehen, die bei untergehender Sonne offenbar einer Karawane von Menschen, Holzkarren und Autos folgen.
Geflüchtete aus dem Sudan kommen in einem Flüchtlingslager bei einer Grenzstadt im Tschad an. © UNHCR

Asyl und Migration

Seit dem zweiten Weltkrieg waren noch nie so viele Menschen weltweit auf der Flucht. Sie fliehen vor Gewalt, Hunger und Elend. Doch Europa macht die Grenzen dicht und stiehlt sich aus seiner Verantwortung.

In Kürze

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, weil ihnen in ihrer Heimat Zerstörung, Misshandlung oder Folter drohen. Rund sechzig Millionen Menschen befinden sich gegenwärtig weltweit auf der Flucht. Die grosse Mehrheit von ihnen hat in sogenannten Entwicklungsländern Aufnahme gefunden. Das Engagement der Industrienationen hingegen ist unzureichend.

In Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist  festgehalten, dass Menschen das Recht haben, in einem Land um Asyl zu ersuchen. Die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951 ist das zentrale völkerrechtliche Abkommen zum Schutz von Geflüchteten. Sie definiert den Begriff «Flüchtling», legt ihre Grundrechte fest – wie den Schutz vor Verfolgung – und verbietet die Rückweisung in ein Verfolgerland (Non-Refoulement-Prinzip). Die Genfer Flüchtlingskonvention ist die Grundlage für das internationale Asylrecht. 

Jeder Staat muss somit Personen Schutz gewähren, denen in ihrem Herkunftsland Verfolgung droht. Doch viele Regierungen kommen dieser Verpflichtung nicht nach, obwohl sie in der Genfer Flüchtlingskonvention festgeschrieben ist.

Geflüchtete haben Rechte

Ob Krieg, politische und religiöse Verfolgung oder Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen oder ethnischen Gruppe: Weltweit mussten und müssen Millionen Menschen ihre Heimat verlassen und anderswo Schutz suchen. Doch nicht alle Menschen, die dies tun, werden als Flüchtling anerkannt. In vielen Ländern - gerade im globalen Norden - erhalten sie oft keine gesicherte Aufnahme und Unterstützung. Eine Einführung.

Migration und Geflüchtete in Zahlen

  • Anzahl Menschen, die weltweit nicht in ihrem Geburtsland leben. (Quelle Statista)

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  • Menschen, die 2025 aufgrund von Verfolgung, Konflikten, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen auf der Flucht waren. (Quelle UNHCR)

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  • Geflüchtete aus dem Sudan, womit aus diesem Land am meisten Menschen flüchten mussten. (Quelle UNHCR)

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  • Anteil von Kindern unter den weltweit Geflüchteten (in %)

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  • Anteil Geflüchtete, die in den Nachbarländern leben (in %)

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  • Anteil Geflüchtete, die in Staaten, die in Staaten leben, welche zu den ärmsten Ländern der Welt gehören (in %)

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Migration und Asyl in der Schweiz

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. Wenn von Ausländer*innen in der Schweiz gesprochen wird, dann geht es oft um Asylsuchende. Dabei sind nur die wenigsten Menschen, die hierzulande ohne Schweizer Pass leben, Geflüchtete. Einige Zahlen, Fakten und Hintergründe.

Ein junger Mann mit Hoodie und Shorts sitzt auf einem Bootssteg und schaut in die Ferne , von hinten gesehen.
© FotoDuets / shutterstock

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA) in der Schweiz

Über 3000 alleinreisende minderjährige Geflüchtete haben 2023 in der Schweiz Schutz gesucht. Sie haben oftmals eine traumatische Flucht erlebt. Obwohl sie besonders schutzbedürftig sind, werden ihre Rechte in der Schweiz aber nur unzureichend eingeha...