Eine Hand hält ein gelbes Amnesty-Transparent mit der Aufschrift «Abortion is a Human Right»
© Amnesty International USA

Schwangerschaftsabbruch

Jede Person, die schwanger werden kann, hat das Recht, selbst zu entscheiden, ob, wann und in welchen Abständen sie schwanger werden will. Einige Länder kriminalisieren aber Schwangerschaftsabbrüche weiterhin und schränken den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen ein. Dies hat verheerende menschenrechtliche Konsequenzen.

In Kürze

Jeder Mensch hat das Recht , über die eigene Fruchtbarkeit und Fortpflanzung selbst zu entscheiden. Das bedeutet auch, dass jede Person selbst darüber bestimmen darf, ob sie schwanger werden möchte oder nicht.

In vielen Ländern sind Schwangerschaftsabbrüche verboten oder nur unter ganz bestimmten Umständen möglich. Die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ist der Hauptgrund für die geschätzten 35 Millionen unsicheren Schwangerschaftsabbrüche, die pro Jahr vorgenommen werden und die zu dem Tod der schwangeren Person oder körperlichen Einschränkungen führen können.
Aktuell wird das Recht auf Schwangerschaftsabbruch wieder in vielen Ländern verstärkt eingeschränkt.  In mehreren Ländern – auch in Europa – versuchen Regierungen und religiöse Gruppen, den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen gezielt zu beschneiden. 

Amnesty International fordert nicht nur, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren, sondern auch Massnahmen zur flächendeckenden medizinischen Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen zu ergreifen. Der Zugang zu umfassenden sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdiensten, Gütern und Informationen muss für alle möglich sein.

Das Recht auf Schwangerschaftsabbruch – ein Menschenrecht

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Schwangerschaftsabbruch: Die rechtliche Lage in der Schweiz

Auch in der Schweiz gab und gibt es immer wieder Debatten rund um den Schwangerschaftsabbruch. Amnesty International unterstützt die vollständige Entkriminalisierung der Abtreibung.

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