Eine sichere, saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt ist eine Grundvoraussetzung für die die uneingeschränkte Wahrnehmung einer Vielzahl von Menschenrechten, darunter das Recht auf Leben, Gesundheit, Nahrung, Wasser und sanitäre Einrichtungen. Das Recht, in einer «sicheren, sauberen, gesunden und nachhaltigen Umwelt» zu leben hat die Uno-Generalversammlung in einem Beschluss der Vereinten Nationen Ende Juli 2022 bekräftigt. In der Resolution werden Staaten, internationale Organisationen und Wirtschaftsunternehmen aufgefordert, ihre Anstrengungen zu verstärken, um eine gesunde Umwelt für alle zu gewährleisten.
Der Klimawandel bedroht die Menschenrechte zusätzlich zur Umweltverschmutzung – die Erderwärmung hat bereits jetzt verheerende Auswirkungen auf Millionen von Menschen: Sie verlieren durch Überschwemmungen ihr Zuhause oder hungern, weil Dürren ihre Ernte zerstören. Sie haben aufgrund von Trockenheit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder werden bei Wirbelstürmen verletzt oder getötet. Mehr Menschen erleiden Herz-Kreislauf-Erkrankungen, klimabedingte Krankheiten breiten sich schneller aus und unter klimabedingter Mangelernährung leiden vor allem Kinder.
Der Internationale Gerichtshof (IGH) der Vereinten Nationen in Den Haag hat in seinem am 23.07.2025 veröffentlichten Gutachten bestätigt, dass die Menschenrechte die Staaten verpflichtet sind, Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen und dass sie Unternehmen dazu verpflichten müssen, sich klimaschonend zu verhalten.