© Mike Uwemedimo for Amnesty International
© Mike Uwemedimo for Amnesty International

Fallbeispiele von Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen

Ölverschmutzung im Nigerdelta durch Shell, die Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal, Giftmüll an der Elfenbeinküste. Internationale Konzerne verletzen weltweit Menschenrechte und Umweltstandards – auch Schweizer Unternehmen.

In Kürze

Alle Staaten sind dazu verpflichtet, die Menschenrechte in ihrem Land zu respektieren und zu schützen. Sie müssen dafür sorgen, dass Drittparteien – dazu zählen auch Unternehmen – keine Menschenrechte verletzen.

Doch oft genug kümmern sich Staaten nicht darum, wie sich die wirtschaftlichen Tätigkeiten auf die Menschenrechte auswirken. In der Regel stehen die wirtschaftlichen Interessen über der Verpflichtung, die Menschenrechte zu schützen. In nicht wenigen Staaten verhindert die Korruption, dass Massnahmen zum Schutz der Menschenrechte der Bürger*innen getroffen werden. Das Profitstreben geht auf Kosten der Menschenrechte.

Junge Näherin an einer Nähmaschine, dahinter sieht man weitere Arbeiterinnen.
In Textilfabriken in Dhaka/ Bangladesch werden billige Textilien für den Export für westliche Textildiscounter produziert. © Joerg Boethling / imago

Im Fokus: Modemarken profitieren von Ausbeutung in Kleiderfabriken in Südasien

Recherchen von Amnesty International zeigen: Grosse Modemarken machen Gewinne auf dem Rücken unterbezahlter, entrechteter und zumeist weiblicher Arbeitskräfte in Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka.

Unternehmen haben die Verantwortung, Menschenrechte zu achten. Sie sollen mögliche negative menschenrechtliche Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit beenden sowie sich um Wiedergutmachung bemühen.

Guiding Principles on Business and Human Rights UNHCHR 2011
Vor dem Bundeshaus :Aktivist*innen mit Fahnen der Initiative sowie mit Schildern, auf welchen steht: Glencore vergiftet Landstrich in Peru.
© konzernverantwortung.ch

Jetzt Aktiv werden: Unterstützen Sie die neue Konzernverantwortungsinitiative!

Die Schweiz hat noch immer kein griffiges Konzernverantwortungsgesetz. Damit auch Schweizer Multis die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten, lancierte die Koalition für Konzernverantwortung eine neue Volksinitiative. Unterstützen Sie sie!

Neueste Beiträge zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte